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Als »Sprachrohr der Wirtschaft« etabliert

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Traunreut. Mit dem Ziel, die Attraktivität der Traunreuter Unternehmen zu stärken, ist vor zehn Jahren der Wirtschaftsbeirat gegründet worden. Von dieser Plattform aus werden seither Probleme und Anliegen diskutiert und in die kommunalpolitische Diskussion gebracht. Bei einem Abendessen im »Kulinarium« wurde jetzt Rückschau gehalten.


Wirtschaftsreferent Dr. Michael Elsen, der dem »Sprachrohr der Wirtschaft« als Vorsitzender vorsteht, erinnerte daran, dass der Wirtschaftsbeirat bei seiner Gründung eine wichtige Lücke schließen sollte zwischen den wirtschaftenden Menschen – ob sie nun einen Großbetrieb in Traunreut leiteten oder als Handwerker, im Handel oder als Freiberufler tätig sind. Aufgabe sei es auch, eine sinnvolle ständige Begegnung zwischen Stadtpolitik und Wirtschaft herbeizuführen, Projekte kritisch zu hinterfragen und zu begleiten sowie gegebenenfalls Empfehlungen auszusprechen. Klaus Gressenich, Georg Lindner, Gerd Jobst, Peter Klück, Martin Reif, Michael Riepl, allesamt im wirtschaftlichen Geschehen von Traunreut tief verwurzelt, gehören seit Anbeginn dem Wirtschaftsbeirat an. Ein Zeichen dafür, dass sich der Wirtschaftsbeirat, der als wichtiges Beratungsgremium auf hohem Niveau diskutiere, wohlfühle, räumte Bürgermeister Franz Parzinger dazu ein. Siegfried Gerer, der die ARGE der Betriebe in Traunreut vertreten hat, zog sich zugunsten seines Nachfolgers Willi Schneider aus dem Gremium zurück.

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Kaufland/BayWa eines der Schwerpunktthemen

Zu vier bis fünf Sitzungen im Kalenderjahr lädt Wirtschaftsreferent Elsen im Allgemeinen ein. Der Referent berichtet aus der Stadtratsarbeit, die in einschlägigen Punkten, die hauptsächlich wirtschaftliche Belange betreffen, auch zu ausführlichen Diskussionen führt. Im Anschluss daran werden Schwerpunktthemen behandelt, wie zuletzt die Umsiedlung von BayWa in Verbindung mit der Neuansiedlung von Kaufland.

Wie Michael Elsen weiter einräumte, sei es naheliegend, dass in einem derart heterogen zusammengesetzten Gremium unterschiedliche Meinungen vorherrschen. Er begrüßte es, dass bei nahezu allen Sitzungen auch Bürgermeister Franz Parzinger mit dabei gewesen sei. So hätten bestimmte Themen noch vertieft und Fragen beantwortet werden können. An Schwerpunktthemen nannte er den Breitbandausbau in Traunreut zur besseren Datenfernübertragung, die Ausweisung von Gewerbegebieten und die Neuansiedlung von Betrieben sowie die Mitwirkung am Leitbild von Traunreut, wobei der wirtschaftliche Part im Vordergrund des Interesses gestanden habe.

Aktuell das Energieleitbild der Stadt im Blick

Derzeit gelte die Aufmerksamkeit des Gremiums dem Energieleitbild der Stadt, so Elsen. Hier müsse noch das Ergebnis einer landkreisweit in Auftrag gegebenen Studie abgewartet werden, die dann für Traunreut ausgewertet und in das Leitbild mit aufgenommen werden soll. Weiter beschäftigte sich das Gremium mit der Überplanung der restlichen Grundstücke im Bereich des sogenannten Munaparks, welche Grundstücke im Besitz der Stadt Traunreut sein müssten, um weitere Gewerbegebiete ausweisen zu können, oder mit der Verbesserung von Einkaufsangebot und mit dem Kaufverhalten. Das Interesse gelte auch der Beschilderung an den öffentlichen Straßen mit Hinweisen auf die Firmen. Ein Thema, das dem Vorsitzenden sehr auf den Nägeln brennt.

Damit sich Traunreut auch weiterhin als Wirtschaftsstandort Nummer eins im Landkreis behaupten könne, braucht es nach Ansicht von Elsen klare Visionen, handwerkliches Können, Ausdauer und eine Menge Kraft. »Diejenigen, die etwas in unserer Stadt unternehmen oder unternehmen wollen, wissen was sie wollen und die Stadt hat dazu die Rahmenbedingungen zu schaffen. Sie müssen sich darauf verlassen können, ein wirtschaftsfreundliches Umfeld anzutreffen.« Die Kultur echter Langfristigkeit und Nachhaltigkeit der Betriebe sei die Grundlage für das Wohl der Traunreuter Bürger – »daran sollte uns allen weiterhin gelegen sein«. ga