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Als der Hochberg noch Haifischgewässer war

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Auf großes Interesse stieß wieder die Mineralien- und Fossilienbörse der Vereinigung Chiemgauer Mineralien- und Fossilienfreunde in der Aula der Gewerblichen Berufsschule. (Foto: Buthke)

Traunstein – Sehr gut besucht gewesen ist die Mineralien- und Fossilienbörse der Vereinigung Chiemgauer Mineralien- und Fossilienfreunde Traunstein in der Aula der Staatlichen Berufsschule I. Besondere Glanzlichter waren die Sonderausstellungen über die Zähne und Flossen von Fischen aus Sedimentgestein, sogenannter Molasse, vom Hochberg und über die Fischfossilien aus dem Trias, die im Wiestal bei Salzburg gefunden worden sind.


Eine Sonderausstellung zeigte, dass vor der Gebirgsauffaltung der Alpen in der Gegend des Hochbergs etliche Haifischarten und sogar Wale und Rochen lebten. Die wissenschaftliche Bearbeitung unternahmen Vereinsmitglieder. Im Wiestal wurden ganze Schwärme von Schmelzschuppenfischen gefunden. Dabei handelt es sich um Knochenfische, deren Körper nicht durch Gräten, sondern durch Knochenschilder, sogenannte Schmelzschuppen, geformt wird.

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Die fast 40 Aussteller boten eine riesige Auswahl an Mineralien und Fossilien aus allen Teilen Europas. Da die alljährliche Mineralien- und Fossilienbörse unter dem Motto »Von Sammlern für Sammler« steht, sind die Aussteller in der Regel nur Mitglieder der Vereinigung, die selbst Sammler sind. Gelegentlich stellen auch Sammler aus benachbarten oder befreundeten Vereinen aus, professionelle Händler sind aber nicht zugelassen. Die Aussteller waren mit den Umsätzen zufrieden, zumal sie nicht davon leben müssen.

Im Vordergrund stehe nämlich nicht der wirtschaftliche Nutzen, so Vorstand Günter Helbig. Sinn und Zweck der Börse sei vielmehr, das Hobby der breiten Öffentlichkeit näher zu bringen und sie dafür zu interessieren, denn auch die Mineralien- und Fossiliensammler haben, wie die meisten Vereine, Nachwuchssorgen. Für die Mitglieder soll die Börse eine Plattform bieten, sich über ihr Hobby zu unterhalten, Freundschaften zu knüpfen und Erfahrungen auszutauschen. Dabei geht es zum Beispiel um die Bestimmung von Funden.

Da es sich bei der Sammlung von Mineralien und Fossilien um ein eher seltenes Hobby handelt, umfasst das Einzugsgebiet der Chiemgauer Vereinigung die Landkreise Altötting, Berchtesgadener Land, Mühldorf, Rosenheim und Traunstein. Einmal im Monat treffen sich die Mitglieder zu seiner Versammlung. Bjr

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