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Alpenverein will Kletterturm in der neuen Waginger Turnhalle

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In der Jahreshauptversammlung langjährige Mitglieder geehrt . Unser Foto zeigt von links die 2. Vorsitzende Micha Weber, Ingo und Marianne Bally (25 Jahre), Fritz Graml (60 Jahre), Ludwig Mayer und Karl Weiß (40 Jahre) und den 1. Vorsitzenden Michael Frumm-Mayer.

Waging am See. Der geplante Bau einer Kletterwand stand im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung der Ortsgruppe Waging des Deutschen Alpenvereins (DAV) im Gasthaus Bräukeller. Details waren jedoch noch nicht zu erfahren, weil die eingegangenen Angebote noch ausgewertet werden müssen. Man arbeite intensiv daran, betonte der Vorsitzende Michael Frumm-Mayer.


Die Versammlung beschloss einstimmig den Bau und Betrieb der Kletterwand in der geplanten 2,5-fach Turnhalle der Marktgemeinde Waging und die Vergabe der dafür nötigen Planungsleistungen. Die Kosten für die Planung sollen bis zu einer Höhe von maximal 6500 Euro aus der Kasse der Ortsgruppe bezahlt werden. Dieser Beschluss gilt nur vorbehaltlich der Zustimmung durch die Hauptversammlung der Sektion.

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Der Vorsitzende stellte fest, dass nur eine Kletterwand mit einer Mindesthöhe von zehn bis elf Meter in Frage komme. Der Gemeinderat habe beschlossen, die Mehrkosten von ca. 70 000 Euro für den Turmaufsatz zu übernehmen.

Da die Planung für die Kletterwand bei der Werkplanung für die Turnhalle eingearbeitet werden muss, musste die Ortsgruppe die Ausschreibung für die Kletterwand vorziehen. Die Angebote sind Ende Dezember eingegangen und bewegen sich zwischen 54 000 und 70 000 Euro. Zuzüglich werden noch maximal 15 000 Euro für Prallschutzmatten, Kletterzubehör, Ausstattung des Materiallagers und die Prüfstatik anfallen. Etwa Mitte bis Ende Januar wird ein Gremium aus drei Vorstandsmitgliedern, einem Vertreter der Bauherrngemeinschaft, dem Architekten und einem externen Berater die Angebote werten.

»Wir in Waging können selber nur beschließen, dass wir die Kletterwand betreiben wollen. Über die 6500 Euro, die schon 2014 fällig werden, können wir selber verfügen. Die Hauptversammlung in Teisendorf müsse darüber beschließen, dass in Waging in die Kletteranlage investiert und der Betrieb der Anlage in die Hände der Ortsgruppe gelegt werde.

Der Vorsitzende berichtete, dass der Mitgliederstand der Ortsgruppe zum 1. Januar 699 Personen betrug. Micha Weber und Sepp Rehrl haben bei Ski-touren wieder LVS-Übungen durchgeführt. Die Ortsgruppe hat sich am Ferienprogramm in Waging und in Wonneberg sowie am 125. Jubiläum des TSV Waging beteiligt. Durch die Initiative von Michaela Weber konnte eine neue Chorleiterin für den Waginger Bergsteigerchor gefunden werden. Evi Fenninger wird den Chor leiten. In Adlgass habe man das 50. Jubiläum der Traditionstour zum Hochstaufen gebührend gefeiert, erzählte Frumm-Mayer. Schließlich nahm der Vorsitzende Ehrungen langjähriger Mitglieder vor. Dies waren Fritz Graml (60 Jahre), Ludwig Mayer und Karl Weiss (40 Jahre), Marianne und Ingo Bally, Markus Mayer und Helmut Mühlbacher (25 Jahre). Lorenz Mayer wurde für 25 Jahre Leitung der Traditionstour zum Hochstaufen geehrt. Gerätewart Alois Herzig betonte, dass der Alpenverein auf den ordnungsgemäßen Zustand der zum Verleih bereitstehenden Ausrüstungsgegenstände sorgsam bedacht ist. Teile, die nicht mehr den aktuellen Sicherheitsanforderungen genügten oder deren Haltbarkeitsdatum abgelaufen sei, würden konsequent aussortiert. Der Leihservice sei für die Mitglieder bei fristgerechter Rückgabe kostenlos. Der Renner seien im vergangenen Jahr die Schneeschuhe gewesen, aber auch Klettersteigsets wurden häufig nachgefragt.

Tourenwart Lorenz Mayer ließ mit anregenden, oft auch lustigen Bildern die im vergangenen Jahr durchgeführten Skitouren, Bergwanderungen, Klettersteig- und Hochtouren Revue passieren.

Bürgermeister Herbert Häusl anerkannte das Engagement und die Vorarbeiten des Alpenvereins zur Kletterwand und zeigte sich überzeugt, dass die Kletteranlage ein attraktiver Anziehungspunkt für die Jugend sein werde. Der Gemeinderat stehe hinter den Plänen des Alpenvereins.

Sektionsvorsitzender Franz Waldhutter aus Teisendorf zeigte die ungebrochene Anziehungskraft des Deutschen Alpenvereins auf, der kürzlich sein millionstes Mitglied begrüßen konnte. Dieser Boom sei die Frucht der hervorragenden Arbeit, die durch die vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter in den Sektionen geleistet werde. Der Waginger Ortsgruppe versicherte Waldhutter ausdrücklich seine Unterstützung bei der Verwirklichung der Kletterwand. Bjr