weather-image
25°

Alpakazucht Inzell wurde als Sondergebiet ausgewiesen

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Das seit fünf Jahren bestehende Areal mit den Alpakas wird zum »Sondergebiet Alpakazucht Inzell« ausgewiesen. (Foto: Wegscheider)

Inzell – Um die Ausweisung eines »Sondergebiets Alpakazucht Inzell«, die Widmung von drei neuen Straßen zu Ortsstraßen und den Ausbau der Forschseer Straße ging es in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats.


Der Antrag zur Ausweisung des »Sondergebiets Alpakazucht« mit Lageplan und Begründung lag dem Gemeinderat vor und wurde auch bereits mit dem Landratsamt vorbesprochen. Über die Bauleitplanung ist das Vorhaben ohne Weiteres durchführbar. Allerdings gab es eine schriftliche Eingabe eines indirekten Nachbarn an die Gemeinde, der die Ausweisung als Sondergebiet in Frage stellte. Aus den Reihen des Gremiums kam der Vorschlag, dass der Antragsteller vorab mit den Anliegern hätte sprechen sollen. Dieser erhielt Rederecht in der Sitzung und erklärte, dass er mit nahezu allen direkten Nachbarn gesprochen habe und niemand etwas gegen die Ausweisung als Sondergebiet hätte.

Anzeige

Darüber hinaus hat der Antragsteller auch die Zufahrt von der Sulzbacher Straße aus gesichert, um die Tiere versorgen zu können. Eine andere Zufahrtsmöglichkeit ist vom Dammweg aus, wobei dieser Weg zwar häufig genutzt wird, aber rechtlich nur geduldet ist. Sepp Rieder und Willi Hess (beide SPD) unterstützen das Vorhaben. »Die unmittelbaren Nachbarn wurden gefragt und es gab keinerlei Einwände. Das Verfahren ist von der Gemeinde zu bestimmen und es geht nicht um Nachbarn im zweiten Glied.«

Der Grund für den Antrag zur Ausweisung »Sondergebiet« ist, dass der Antragsteller keine Privilegierung zur Landwirtschaft hat und deshalb den Antrag stellte, um seine Alpakas weiter auf dem bisherigen Grund halten zu können. Auf dem Grundstück soll an der östlichen Grenze ein Gerätehaus für ein landwirtschaftliches Fahrzeug und Heuballen errichtet werden. Letztlich waren alle Gemeinderäte einstimmig für die Ausweisung zum Sondergebiet.

Ein weiterer Punkt war die Widmung des Falkenseeweges zur Ortsstraße. Dieser ist im Bebauungsplan »Gschwall Nord« als öffentliche Verkehrsfläche festgesetzt. Die Straße ist bereits fertiggestellt. Die Straßenlänge beträgt 515 Meter. Der Anfangspunkt ist die südöstliche Grundstücksgrenze Mitterweg und der Endpunkt die westliche Grundstücksgrenze zur Kachelsteinstraße.

Ebenso ging es um die Widmung des Frillenseewegs zur Ortsstraße. Die Straßenlänge beträgt hier 410 Meter mit dem Anfangspunkt der südöstlichen Grundstücksgrenze zum Falkenseeweg und dem Endpunkt zur nordwestlichen Grundstücksgrenze des Falkenseewegs.

Die dritte Widmung eines Teilbereiches zur Ortsstraße galt dem Staufenweg. Dieses Teilstück liegt im Bebauungsplan »Würau«. Die Widmung des südöstlichen Teils vom Staufenweg bleibt durch diese Maßnahme unverändert. Lediglich die Straßenlänge ändert sich von derzeit 173,9 Meter auf 228 Meter und wird im Bestandsverzeichnis auch entsprechend angepasst. Der Anfangspunkt ist die südliche Grundstücksgrenze der Gamskogelstraße und der Endpunkt der Wendehammer als östliche Grundstücksgrenze.

Darüber hinaus ging es um den Ausbau und die Instandsetzung der Froschseer Straße. In der Juni-Sitzung war beschlossen worden, dass eine Instandsetzung ohne Fördermittel durchgeführt wird. Damals ist man fälschlicherweise davon ausgegangen, dass die Sanierungskosten höher seien. Nach den aktuellen Berechnungen des Ingenieurbüros BG Trauntal liegen die Gesamtkosten für die Gemeinde Inzell bei 125 129 Euro. Zuwendungsfähig sind knapp über 100 000 Euro. Dafür soll nun ein Zuschussantrag gestellt werden. Seitens des staatlichen Bauamts wurde eine Förderung bereits befürwortet und an die Regierung von Oberbayern weitergeleitet. hw

Mehr aus der Stadt Traunstein