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Alois Zeilinger erhielt die Ehrenmedaille der Stadt

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Oberbürgermeister Manfred Kösterke (links) verlieh Alois Zeilinger die Ehrenmedaille der Stadt Traunstein. Dazu gehörte auch eine Urkunde und eine Anstecknadel. (Foto: Buthke)

Traunstein. Auf einstimmigen Beschluss des Stadtrats verlieh Oberbürgermeister Manfred Kösterke die Ehrenmedaille der Stadt Traunstein an Alois Zeilinger. Zeilinger setzte sich von 1973 bis 2013 als Vorsitzender des Wasserbeschaffungsverbands Axdorf-Einham-Neuling-Staudach für das Wohl der Bürger in Haslach und nach dessen Eingemeindung in Traunstein ein. »Die Ehrenmedaille ist eine der höchsten Auszeichnungen, die unsere Stadt zu vergeben hat«, so Kösterke.


»Kritischer, aber immer verlässlicher Ansprechpartner«

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Zeilinger sei mit Leib und Seele für den Verband tätig, in alle Maßnahmen involviert und immer unterwegs gewesen. »Er stand jederzeit als teilweise sehr kritischer, aber immer verlässlicher Ansprechpartner zur Verfügung und hatte stets alles genau im Blick. Kein Wunder also, dass er jährlich mehrere hundert Stunden ehrenamtlich im Einsatz war«, erklärte Kösterke.

Zeilinger habe viele Lehrgänge und Informationsveranstaltungen besucht, um sein Amt professionell ausführen zu können, und habe eng mit den Stadtwerken Traunstein zusammengearbeitet. »Nebenbei musste er seine Landwirtschaft führen. Eine doppelte Belastung also, die er aber ohne Murren auf sich nahm. Hierfür gebührt ihm größter Respekt.«

Zeilinger habe sich in den vergangenen 40 Jahren auf besondere Weise für seine Mitbürger eingesetzt, weil es ihm ein Anliegen gewesen sei, dass ihnen jederzeit sauberes Wasser zu günstigen Konditionen zur Verfügung steht, und dass die Wasserversorgung wie auch die Entsorgung funktioniert.

Unter seiner Vorstandschaft seien die Wasserbehälter am Türlberg und in Einham saniert und eine Ringleitung zwischen Neuling und Tinnerting verlegt worden. Ferner seien stromsparende Pumpen angeschafft, ein neues Quellhaus gebaut und im Zuge der Kanalisierung in Axdorf, Einham und Neuling Wasserleitungen und Anschlüsse modernisiert worden.

»Ohne Wasser gibt es kein Leben, Wasser ist ein kostbares, für den Menschen unentbehrliches Gut«, zitierte Kösterke aus der vom Europarat 1968 verkündeten Europäischen Wassercharta. Eine funktionierende Wasserversorgung sei ein kostbarer Schatz. Sie sei lebenswichtig und unersetzbar, unterstrich Kösterke, bevor er Zeilinger die Ehrenmedaille überreichte. Die Ehrenmedaille wird seit 1973 an Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Sport und Kultur verliehen, die sich in besonderer Weise um die Stadt Traunstein verdient gemacht haben. Vor Zeilinger haben sie nur 32 Personen erhalten. Diese überschaubare Zahl unterstreiche die Bedeutung dieser Auszeichnung, die nicht nach Belieben verteilt werde, so Kösterke. Als Beispiele nannte er Eigeninitiative zugunsten des Gemeinwohls und gelebten Bürgersinn. Bürger mit diesen Eigenschaften seien unverzichtbar und müssten als Rückgrat der Gesellschaft gefördert und unterstützt werden, um ihr selbstloses Wirken anzuerkennen und um andere zur Nachahmung zu motivieren.

Zeilinger selbst blickte auf das Jahr 1973 zurück, als man zwar einen Schriftführer, Kassier, Wasserwart und drei Beisitzer gefunden hatte, aber keinen Vorsitzenden. So sei er Vorsitzender geworden. Er habe immer eine gute Vorstandschaft gehabt. »Wir haben uns um das Wasser gekümmert und sind stets gut miteinander gefahren«, sagte Zeilinger.

1958 von 42 Mitgliedern gegründet

Der Wasserbeschaffungsverband wurde 1958 von 42 Mitgliedern gegründet, die 175 000 Mark investiert hätten. 100 000 Mark habe es vom Staat gegeben. Im ersten Jahr habe die Wassergenossenschaft 8000 Kubikmeter verkauft, 1973 seien es bereits 24 000 Kubikmeter gewesen. Dies entspreche etwa dem heutigen Verbrauch. In den letzten fünf Jahren seiner Vorstandschaft habe der Wasserbeschaffungsverband rund 220 000 Euro investiert und alles Notwendige gerichtet, sodass man auch eine neue Vorstandschaft gefunden habe. Zeilinger lobte den Oberbürgermeister, der bei jeder Versammlung gewesen sei. Auch drückte er das gute Verhältnis zu den Stadtwerken aus. Schließlich sagte er, er hoffe, »dass es unsere Nachfolger weiter so gut machen wie wir.« Bjr