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»Alles wäre Spekulation«

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Teisendorf – Inzwischen gibt es keinen Zweifel mehr daran, dass die Leiche der 41-jährigen Frau aus dem Raum Salzburg mehrere Monate lang im Straßengraben bei Teisendorf gelegen hat. Und genau dieser Umstand macht die Ermittlungen jetzt so schwierig. »Das ist nicht förderlich für schnelle Ergebnisse«, sagt Polizeisprecher Frank Konrad im Gespräch mit dem Traunsteiner Tagblatt.


Die Untersuchungen der Toten können noch mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Eine erste Obduktion am Freitag, am Tag nach dem Leichenfund, brachte keine konkreten Ergebnisse (wir berichteten). »Momentan ist alles Spekulation«, so der Polizeisprecher. »Von der Straftat bis zur medizinischen Sache wie einem Herzinfarkt können wir nichts ausschließen.« Hinweise auf ein Gewaltverbrechen hätten sich aber nach wie vor keine ergeben.

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Auch die knapp zehnköpfige Ermittlungsgruppe der Kripo Traunstein arbeitet weiter intensiv an dem Fall. Eng ist die Zusammenarbeit mit dem Landeskriminalamt Salzburg. »Wir stimmen die Ermittlungen ab.« Die Salzburger seien aktuell damit beschäftigt, das Lebensumfeld der Toten zu beleuchten.

Ein Jäger hatte die Leiche der 41-Jährigen am vergangenen Donnerstag gegen 15.30 Uhr im Straßengraben gefunden, nur rund 100 Meter entfernt von der Abzweigung der Bundesstraße 304 in die Kreisstraße in Richtung Waging. Die Tote lag in den Sträuchern, zwischen leeren Bierflaschen und Pappbechern. Obwohl beide Straßen viel befahren sind, war die Tote monatelang unbemerkt geblieben. Der Leichenfinder hatte zunächst geglaubt, dass dort neben der Straße lediglich Kleidungsstücke liegen. Erst bei genauerem Betrachten erkannte er, dass er einen toten Menschen gefunden hatte. san

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