weather-image
-2°

»Alles hat gut funktioniert«

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Die Einsatzleitung hatte kaum etwas zu beanstanden: Die Feuerwehrübung lief reibungslos ab. (Foto: Ostermaier)

Reit im Winkl. In einer Werkstatt an der Bundesstraße brennt es, die dort gelagerten Gasflaschen, ätzenden Flüssigkeiten, Öle und Treibstoffe drohen zu explodieren – es ist ein ebenso beunruhigendes wie nachvollziehbares Szenario gewesen, das die Freiwilligen Feuerwehrler aus Reit im Winkl bei ihrer Gemeinschaftsübung mit den Kollegen aus dem österreichischen Kössen durchgespielt haben.


Die alarmierten Einsatzgruppen der beiden Feuerwehren rückten sofort nachdem der Übungsalarm ertönte mit zehn Fahrzeugen, Martinshorn und Blaulicht an. Schnell und routiniert rüsteten sich vor dem angenommenen Brandherd fast zwei Dutzend Männer mit schwerem Atemschutzgerät aus. Andere legten Leitungen und demonstrierten anschließend mit geöffneten Stahlrohren ihre sofortige Einsatzbereitschaft, um ein potenzielles Übergreifen der vermeintlichen Flammen auf benachbarte Gebäude unterbinden zu können.

Anzeige

Dann drangen die Atemschutzträger in die Werkstatt vor. Einsatzleiter und Beobachter warteten, bis die angenommene Explosionsgefahr gebannt war. Dann erst konnten die Verantwortlichen die Qualität der einstündigen Gemeinschaftsübung in vollem Umfang bewerten.

»Wir machen solche Übungen ja bereits seit Jahren«, erklärt Kreisbrandmeister Alfred Waschin aus Übersee, der wie meist bei größeren Feuerwehrübungen vor Ort ist, »ein paar Kleinigkeiten kann man immer verbessern, aber im Grunde funktioniert diese Zusammenarbeit wirklich hervorragend«.

»Bewährt hat sich insbesondere, dass wir mit digitalen Funkgeräten kommunizieren können«, erklärt demgegenüber Stefan Kitzbichler, der Zweite Kommandant der Kössener Wehr; normalerweise sind auf bayerischer Seite analoge Geräte eingesetzt, diese sind mit den Gerätschaften auf Tiroler Seite nicht kompatibel.

Hubert Heistracher, der Reit im Winkler Kommandant, findet schließlich die kürzeste Betrachtungsweise: »Alles hat gut funktioniert.« Damit die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen den Feuerwehren Reit im Winkl und Kössen auch in Zukunft gut funktioniert, sind auch für nächstes Jahr wieder zwei Gemeinschaftsübungen geplant. ost

- Anzeige -