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»Alles greift ineinander«

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Landrat Hermann Steinmaßl (links) und Vorstandsvorsitzender Werner Linhardt (rechts) überreichten eine Luftbildaufnahme vom Bichlhof an den ehemaligen Bundespräsidenten Horst Köhler.

Rund 300 geladene Gäste bereiteten dem ehemaligen Bundespräsidenten Prof. Dr. Horst Köhler in seiner Wahlheimat einen herzlichen Empfang. Anlässlich des 150. Jubiläums der Kreissparkasse Traunstein-Trostberg war er der Gastredner beim Sparkassenforum in Traunstein.


Wie wohl sich Horst Köhler und seine Frau in Unterwössen fühlen, stellte der 2009 vom Amt zurückgetretene Bundespräsident gleich zu Beginn seiner Rede klar. »Aber wenn ich in den Chiemgau zurückkehre mit seiner reich gegliederten Landschaft und seinen unverwechselbaren Städten und Dörfern, dann geht mir das Herz auf.«

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In seinen weiteren Ausführungen beschrieb Köhler, der auch fünf Jahre lang Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes war, wie seine jetzige Arbeit für die Vereinten Nationen aussieht. Dabei stehe die Weiterführung der sogenannten Millennium-Entwicklungsziele über das Jahr 2015 hinaus im Vordergrund. Mit einer internationalen Arbeitsgruppe sei eine Entwicklungs-Agenda aufgebaut worden, um die großen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts anzupacken. Mit viel Hintergrundwissen und Fakten streifte Köhler unter anderem die Themen Weltbevölkerung, Armut, Gleichberechtigung, Klimawandel und zeigte den Zusammenhang der Globalisierung auf. »Alles greift ineinander. Wir brauchen Prosperität, um weltweit Armut zu überwinden und damit wir umsteuern können auf neue Technologien und neue Infrastrukturen für eine neue Wirtschaftsweise im Zeichen der Nachhaltigkeit.« Die Ziele der ausgearbeiteten Post-2015-Agenda sind dabei »SMART«: spezifisch, messbar, ausführbar, richtungsweisend und termingebunden.

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