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Allerheiligengestecke selbst herstellen

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Floristin Heidi Steiner (hinten) zeigte den Mitgliedern des Obst- und Gartenbauvereins Erlstätt wie man aus Naturprodukten ein kostengünstiges Allerheiligengesteck anfertigen kann. Die Vereinsvorsitzende Angela Wirnshofer (vorne) durfte es anschließend versteigern. (Foto: Müller)

Grabenstätt. »Das Jahr ist schon wieder rum«, sagte die Vorsitzende des Obst- und Gartenbauvereins Erlstätt, Angela Wirnshofer, bei der Herbstversammlung im Gasthof Fliegl bei ihrem Rückblick. Sie erinnerte an den Vortrag von »Gartenprediger« Rupert Mayr aus Niederndorf, der als Landesobmann der 113 Tiroler Obst- und Gartenbauvereine und früherer Lehrer im Vorjahr über Gartenbau, Imkerei, Erziehungsfragen und Familie informiert hatte.


Wühlmausfangkurs kam gut an

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Im Rahmen der Prämierung »Der Vorgarten – die Visitenkarte des Hauses« des Gartenbau-Kreisverbandes Traunstein und der Kreisfachberatung im Landratsamt seien Katharina Wimmer, Beate Strohmeier und Hans Huber ausgezeichnet worden. Höhepunkte der Frühjahrsversammlung waren der Vortrag des früheren Kreisvorsitzenden Hans Steiner über Krauteinmachen und der Auftritt des Pallinger Vogelstimmen-Imitators Helmut Wolfertstetter, »der uns eine tolle Frühlingsstimmung herbeigezwitschert hat«. 15 Teilnehmer hatte der Wühlmaus-Fangkurs von Alois Wimmer. »Wir werden das wieder machen«, versprach sie und verwies auf den Sensenmähkurs des Kreisverbandes im Mai mit 35 Teilnehmern bei Bernhard Hennes. Der Verein habe die Bewirtung übernommen.

Leider immer weniger Teilnehmer gebe es beim Radi-Essen. Im Juli habe man an der Wildblumenwiese am Gemeindekindergarten einen Sensenmähkurs angeboten und mit den Kindern »Heumanderl« errichtet. Ein Sonderlob erhielt Franz Schuhbeck für »seine« Hoanzen und Kindergartenleiterin Petra Körner. Neben einer Gartenbesichtigung in Sondermoning blickte Wirnshofer noch auf das Trachtenfest zum 100. Jubiläum des GTEV »Chiemgauer« Grabenstätt zurück. Beim Kirchen- und Festzug habe sich der Verein gut präsentiert. Franz Schuhbeck habe dafür extra noch schnell ein Taferl gefertigt, das Renate Popetz bemalte. Auch der Erntedankaltar konnte sich sehen lassen.

Anschließend zeigte Floristin Heidi Steiner aus Golling, wie man aus Naturprodukten ein günstiges Allerheiligengesteck anfertigen und herbstlich dekorieren kann. Den Steckschwamm dürfe man nur ins Wasser legen und nicht reindrücken.

Noch einige Termine in diesem Jahr

Zweige von hinten schneiden, um die Schnittstellen zu verbergen, die spitz zugeschnittenen Pflanzenmaterialien fest und nach unten zeigend in den Schwamm stecken, damit das Gesteck den Winter überdauert und nicht davonfliegen kann, waren weitere Tipps. Wie beim Blumenstrauß sei der Mittelpunkt als »Hingucker« sehr wichtig. Zudem sollte es natürlich und verspielt wirken. Auf Vorschlag der Mitglieder wurde das Gesteck sogleich versteigert.

»Ich hoffe, es hat euch gefallen, was wir im vergangenen Jahr alles gemacht haben«, strahlte Wirnshofer in die Runde und gab noch einige Termine bekannt, darunter die Herbstausstellung der Gartenbauvereine am morgigen Samstag und Sonntag in der Lodronhalle in Lampoding bei Kirchanschöring. Bis 15. Oktober gebe es noch bei Alois Wimmer Bäume und Stauden zu bestellen. Zum Baumschneiden bräuchte man noch ein paar Junge, die »unseren Baumwart« unterstützen, appellierte Wirnshofer. Im März biete der Kreisverband wieder Kurse an. »Am 23. Oktober werden wir unser Sauerkraut im Pfarrsaal einsalzen und im November mit den Kindern Krokusse setzen«, freute sie sich.

Besonders würdigte sie die Gemeinde für den Zuschuss und die Pfarrei, die stets den Pfarrsaal zur Verfügung stelle. Sie hoffe, dass sich die Mitglieder auch beim nächsten Lumpenball in der Turnhalle engagieren, denn »das Geld kommt allen Ortsvereinen zugute«, so Wirnshofer. mmü