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Alle Zehntklässler schafften die Mittlere Reife

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Waging am See. Stolz ist Schulleiter Matthias Freutsmiedl von der Mittelschule Waging auf seine Absolventen: Denn alle 35 Schüler der beiden Mittlere-Reife-Züge (M-Züge) haben ihr Reifezeugnis erhalten. Und von den 24 Schülern der neunten Klasse haben immerhin 67 Prozent den Quali bestanden – eine Quote, höher als im Landkreis- und Landesdurchschnitt. Höhepunkt der Abschlussfeier im Kurhaus, an der rund 300 Schüler, Eltern, Lehrer und Gäste teilnahmen und die von musikalischen Einlagen und Sketchen aufgelockert wurde, war die Übergabe der Zeugnisse an die insgesamt 59 Schüler.


Vor der Zeugnisverteilung wurden noch die besten Schüler der neunten und zehnten Klassen geehrt. Das waren beim M-Zug Isabella Zajàcz mit einem Durchschnitt von 1,56, Bettina Holzschneller (1,67), Tanja Otto (1,78) und Lisa Berger (1,89); von der neunten Klasse Michael Seehuber (2,27) und Tobias Brunner (2,38). Sie bekamen für ihre guten Leistungen einen 40-Euro-Gutschein der Volksbank-Raiffeisenbank. Die Schüler dankten ihren Lehrern mit Energy- und Power-Substanzen. Die Klassleiter waren Mathias Heinrich (10Ma), Susi Scheller (10Mb) und Uli Rothe (9a).

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Eröffnet wurde der Abend von sieben Musikern der 10. Klassen (Bläser und Ziach) mit dem Stück »Mein Heimatland«. Rektor Freutsmiedl fasste in seiner Rede zusammen: »Putzfrauen, Lehrer, Eltern, Elternbeirat, Ganztagsschule, Sekretärin, Hausmeister und viele andere« hätten in der Schule zusammengewirkt und richtig gute Arbeit geleistet. Das Ergebnis könne sich sehen lassen. Dank galt auch der Gemeinde, die, so Freutsmiedl, der Schule nie einen Wunsch verwehrt habe; erst vor kurzem seien drei Computerräume neu ausgestattet worden.

Besonders erfreulich sei es, wie Freutsmiedl weiter betonte, dass alle Schüler entweder eine Ausbildungsstelle gefunden haben oder auf eine weiterführende Schule wechseln. Dies zeige, welch guten Ruf die Waginger Mittelschule bei den Betrieben der Region genieße.

Ab jetzt müssten die jungen Menschen ihr Leben selber in die Hand nehmen und ihren Weg finden. Da seien persönliche und soziale Kompetenzen gefragt wie Zuverlässigkeit und Leistungsbereitschaft, Belastbarkeit und Sorgfalt, nicht zuletzt auch Kooperationsbereitschaft und Teamfähigkeit, Toleranz, aber durchaus auch Konfliktfähigkeit. So sei zu hoffen, dass es Lehrern und Eltern gelungen ist, den Schülern diese Kompetenzen zu vermitteln. Zum Schluss wünschte Freutsmiedl den Absolventen, dass sie sich die richtigen Ziele gesetzt und die richtigen Entscheidungen getroffen haben. Gleichzeitig wünschte er ihnen den Mut, diese Ziele überdenken und notfalls korrigieren zu können.

Als Gäste nahmen an der Feier die frühere Rektorin Doris Huber und die Bürgermeister beziehungsweise deren Stellvertreter aus den Nachbargemeinden teil. Die 3. Bürgermeisterin der Marktgemeinde Waging, Hedwig Witzleben, sprach in ihrer Rede davon, dass der »Schulzug« jetzt sein Ziel erreicht habe. Dazu gratulierte sie den Schülern, verbunden mit der Hoffnung, dass sie auch das nötige Handgepäck dabei hätten: Wissen, Kompetenz und gute Erinnerungen. Elternbeiratsvorsitzender Wolfgang Sedlmaier drückte wohl das Gefühl vieler Schüler aus: »Endlich ist es vorbei.« Die Schüler sollten die nächsten Wochen zur Erholung nutzen, dann aber zielstrebig die Zukunft anpacken. Untätigkeit bedeute heutzutage nicht Stillstand, sondern Rückschritt.

Dann waren die Schüler selbst an der Reihe. Maria Schwangler und Steffi Schönsmaul als Vertreterinnen der M-Klassen waren sogar ein bisschen nostalgisch: »Seit Jahren schon warten wir auf diesen Moment, aber schon jetzt wünschen sich manche, weiter auf die Schule gehen zu dürfen.« Sie haben eine gute Klassengemeinschaft und Freundschaften erlebt. Den Eltern dankten sie, dass sie sie nervlich stets ertragen und immer wieder zum Lernen angetrieben haben und den Lehrern, dass sie die Schüler ausgehalten haben. Die Schülersprecher Marcel Gerl und Sebastian Bröcker zogen für ihren Rückblick Parallelen zum Fußball, szenisch unterstützt von ihren Klassenkameraden: So habe es im Laufe all der Jahre Fouls gegeben, Schwalben, Notgrätschen, Wadenkrämpfe, aber auch Torerfolge; die Schulzeit sei eine turbulente und aufregende Zeit mit Höhe und Tiefen gewesen. Als Sprecher der neunten Klasse bedankte sich Marcel Gerl bei den »Trainern« für jegliche Unterstützung – gemeint waren damit Eltern, Lehrer und Freunde. Nun sei es Zeit, das Team, vielleicht auch die Sportart zu wechseln in der Hoffnung auf eine aufregende und spannende Zukunft.

Zwischen den Reden trat Anna Maxlmoser zwei Mal ans Mikrofon und sang zwei Lieder. Natürlich gab es auch lustige Bilder von der gemeinsamen Klassenfahrt nach Venedig und Verona zu sehen, versehen mit launigen Kommentaren. Vor der Zeugnisübergabe war noch das »Pinocchiolied« zu hören, flott auf der Ziach gespielt von Konrad Reiter. he