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Alle sieben Dackel waren erfolgreich

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Tagessiegerin wurde Julia Kollmannsberger aus Prien mit ihrer Rauhaarhündin »Alma von Prien am Chiemsee«.

Traunstein. Die Sektion Chiemgau im Bayerischen Dachshundclub führte anlässlich ihres 40-jährigen Bestehens die 18. Lorenz-und-Inge-Esterlechner-Gedächtnisschweißprüfung durch. Sieben Dackel nahmen an der Prüfung teil – und alle haben bestanden, was nicht selbstverständlich sei, so Prüfer Helmut Moser. Den Tagessieg holte sich Julia Kollmannsberger aus Prien mit ihrer Rauhaarhündin »Alma von Prien am Chiemsee«.


Durchgeführt wurde die Prüfung im Revier Eschen, das das Forstamt Traunstein wieder zur Verfügung stellte. Es mussten insgesamt acht Rehschweißfährten ausmarkiert werden. Auf jede einzelne mindestens 1000 Meter lange Fährte wurden ein Viertel Liter Rehblut gespritzt und drei Wundbetten wurden angelegt. Deshalb gab es am Vortag der Prüfung viel Arbeit für Franz Huber, Xaver Stephl, Alois Bachmann, Martin Kollmannsberger und Herbert Betzl.

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Die Übernachtschweißfährte, die mindestens 20 Stunden alt sein muss, wird von den Dackeln am Schweißriemen ausgearbeitet. Bei der Schweißprüfung werden folgende Leistungen beurteilt: die Arbeitsweise auf der Rotfährte, die Fährtensicherheit und der Finderwille. Mit viel Fleiß und Geduld führten die Hundeführer ihre Rauhaar- und Kurzhaardackel vor der Prüfung an den jagdlichen Alltag heran. Als die Prüfung anstand, war so manches Frauchen und Herrchen nervöser als der Hund.

Für alle Gespanne fungierten als Richter Helmut Moser, Karl Geißinger und als Richteranwärter Florian Krammer. Prüfungsleiter war Xaver Stephl.

Souveräne Tagessiegerin wurde Julia Kollmannsberger aus Prien mit 100 Punkten. Ihre Rauhaarhündin »Alma von Prien am Chiemsee« arbeitete zügig, fährtentreu und sie suchte auf jedes Wundbett verweisend bis zum Reh. Den zweiten Platz belegte Klaus Reiter aus Halsbach mit seiner Hündin »Xina von der Reiteralm«, mit 93 Punkten. Ebenfalls 93 Punkte erzielte Gabriele Froning aus Sègny (Frankreich) mit ihrer Hündin »India von der Heidekoppel«. Da die Hündin von Klaus Reiter die jüngere war, belegte sie Rang zwei.

Bei der anschließenden gemütlichen Siegerehrung im Gasthaus Jobst in Rettenbach lobte Richterobmann Helmut Moser die Hunde, welche in diesem schwierigen Gelände mit starkem Unterwuchs eine hervorragende Arbeit geleistet hätten. Zusammen mit Übungsleiter Xaver Stephl wurden den Teilnehmern Urkunden und Plaketten übergeben. Die Tagessiegerin erhielt zusätzlich eine geschnitzte Holzfigur als Wanderpreis.