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Alle FW-Kandidaten einstimmig nominiert

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Traunreut. Für mehr Bürgernähe und finanzielle Gerechtigkeit für alle Traunreuter Bürgerinnen und Bürger warben die Kandidaten der Freien Wähler (FW) bei der Nominierungsversammlung in der TuS-Sportplatzgaststätte. Ziel sollte sein, mehr mit den Bürgern für die Bürger zu erreichen.


Die Freien Wähler werden bei den Kommunalwahlen im März 2014 mit ihrem Spitzenkandidaten Klaus Ritter 30 Bewerber ins Rennen um den Einzug in den Stadtrat schicken. Alle Bewerber wurden unter der Wahlleitung des FW-Landratskandidaten Andreas Danzer von den 35 Stimmberechtigten einstimmig gewählt. Mit Ausnahme von Sepp Blank, der aus beruflichen Gründen nach 18 Jahren nicht mehr kandidieren wird, stellen sich die amtierenden Stadträte Klaus Ritter als Bürgermeisterkandidat, Paul Obermeier und Ernst Biermaier der Wiederwahl. Ritter, Obermeier und Biermaier nehmen die Listenplätze eins bis drei ein. Die weiteren Kandidaten auf den Listenplätzen vier bis 30 sind Anastasia Gerlitz, Konrad Unterstein, Matthias Bauregger, Alfred Wildmann, Frank Maier, Sabine Pradel, Konrad Blank, Viktor Schimpf, Sabrina Fellgiebel, Konrad Winkler, Thomas Danzer, Werner Heuberer, Christian Fröhlich, Antonius Dirlas, Valentin Schneider, Adolf Trenker, Martin Wolferstetter, Reinhard Nitschke, Leonhard Fellgiebel, Werner Hinz, Heinz Steffel, Ralf Fässer, Kai Seidel, Reinhard Kunz, Bernhard Springer, Horst Schatz und Markus Grafetstetter.

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Über 60 Prozent der FW-Kandidaten aus der Kernstadt, 32 Prozent aus Stein an der Traun/Sankt Georgen und vier Prozent aus Traunwalchen/Matzing. In einer Klausurtagung am kommenden Samstag werden die Kandidaten gemeinsam ein Programm erarbeiten, mit dem die Freien Wähler dann im Wahlkampf punkten möchten. Ziel sei es, so Ortsvorsitzender Ritter, möglichst viele Freie Wähler in den Stadtrat zu bekommen, um dem »unglücklichen Zustand« einer absoluten Mehrheit im Stadtrat ein Ende zu setzen. Gemeint ist damit die CSU, die derzeit mit 15 Stadträten die Hälfte der Sitze belegt. Eine klare und sachliche Politik könne in seinen Augen nur dann funktionieren, wenn die Mandate gerecht verteilt seien, sagte Ritter. So sei die Bewerberliste der FW auch mit neuen und jungen Gesichtern ein Garant dafür, die Zukunft von Traunreut zu bestreiten.

Am Beispiel des neuen Gewerbegebiets Äuglwald, in dem ein neuer Bauhof gebaut werden soll, forderte er zwingend mehr Weitsicht zu üben. Er sei verärgert darüber, dass es nicht gelungen sei, das Gewerbegebiet mit Energie zu versorgen. Es seien neue Straßen und Kreisverkehre und »jeder Schmarrn« gebaut worden, aber keine Energie: »Keine Fernwärme, kein Gas, kein gar nix.« Ein Erdgas- bzw. Fernwärmeanschluss oder Anschluss an das BSH-Heizkraftwerk wäre laut Untersuchungen offenbar zu teuer gekommen.

Ritter hatte im Zuge des Bauhof-Neubaus, dessen Wärmeversorgung auf der Basis einer Hackschnitzelheizung erfolgen soll, angeregt, über eine zentrale Wärmeversorgung für das gesamte, rund 45 000 Quadratmeter große Gewerbegebiet »Äuglwald« nachzudenken. Eine zentrale Anlage würde jedoch ein großes Risiko bedeuten, weil in dem Gewerbegebiet kein Anschlusszwang herrscht. Das bedeutet, dass jedem Bauwerber freigestellt ist, welche Art von Energieversorgung er wählt. ga

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