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»Alle Einrichtungen sind voll«

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In den Kindergärten und -krippen in Traunstein gibt es keine freien Plätze mehr für das kommende Jahr. Auch die Kita am Klosterberg wird dann voll belegt sein. (Foto: Artes)

Traunstein – Es gibt keine freien Plätze mehr in Traunsteins Kindergärten und Krippen. »Alle Einrichtungen sind voll und es gibt auch keine Reserven mehr«, so Oberbürgermeister Christian Kegel im Stadtrat.


In den Kinderkrippen, in denen Kinder unter drei Jahren betreut werden, gibt es für das kommende Betreuungsjahr 2016/2017 insgesamt 86 zu vergebende Plätze. Angemeldet wurden 63 Traunsteiner Kinder. Anders sieht die Situation laut Kegel in den städtischen Kindergärten aus. 149 Plätze konnten vergeben werden, angemeldet wurden aber 187 Kinder. Es fehlen der Stadt 38 Plätze. Allerdings befinden sich darunter auch 25 Krippenkinder, die nun auf die Krippen zurückverwiesen wurden. Auch zogen einige Eltern die Anmeldungen bereits wieder zurück. »Alle Traunsteiner Kinder werden somit einen Platz bekommen.«

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Kinder aus anderen Gemeinden, die ebenfalls in Traunsteiner Einrichtungen angemeldet wurden, konnten laut Kegel nicht berücksichtigt werden. Unklar ist bisher auch noch, wie viele Kinder bis September noch nachgemeldet werden. »Wir werden erst im September garantiert sehen, inwiefern wir fehlenden Überhang ausgleichen können.« Für die Zukunft müsse sich der Stadtrat aber Gedanken machen, wie weitere Plätze geschaffen werden können.

Stellungnahme kam nur von den Stadtwerken

Außerdem befasste sich der Stadtrat mit dem Bebauungsplan Axdorfer Feld. Die Änderung sieht vor, im vorhandenen Dachgeschoß pro Gebäude zwei Wohneinheiten einzubauen. Außerdem sind pro Gebäude zwei Dachgauben und ein Personenaufzug angedacht. Eine Stellungnahme zu diesem Vorhaben gab es dazu von den Stadtwerken Traunstein: Der Bauherr habe sich mit ihnen in Verbindung gesetzt, um die Verlegung von Leitungen abzuklären. Da dies technisch machbar sei und keine weiteren Einwände vorlagen, beschloss der Stadtrat die Änderung des Bebauungsplans.

Ferner ging es um die Errichtung einer Fahrzeughalle auf dem Gelände der Kläranlage. Derzeit sind die Fahrzeuge provisorisch in einer Maschinenhalle auf dem Containerstellplatz, einem Rechengebäude, der Werkstatt und im Raum der Blockheizkraftwerke untergebracht. Die Kosten für eine neue Fahrzeughalle belaufen sich laut Oberbürgermeister Christian Kegel auf rund 400 000 Euro und sind derzeit nicht im Haushalt eingeplant.

Aufgrund der Dringlichkeit der Baumaßnahme, unter anderem aus Brandschutzgründen, beschloss der Stadtrat, die 400 000 Euro in den Haushalt 2016 einzuordnen. Dafür werden folgende geplante Maßnahmen auf das Haushaltsjahr 2017 verschoben: Sonderbauwerke (286 000 Euro), Ersatzbeschaffung eines Containerfahrzeugs (65 000 Euro) und Teilbetrag zur Kanalnetzsanierung (49 000 Euro).

»So wird die Situation im Jugendtreff entspannt«

Oberbürgermeister Kegel gab außerdem bekannt, dass eine Teilfläche des derzeit leer stehenden Cafés Cappuccino gegenüber vom Rathaus nun vom Jugendtreff genutzt werden kann. »So wird die Situation im Jugendtreff entspannt.« Das Café sei allerdings als Erweiterung zum Jugendtreff anzusehen und nicht als eigenständiges Jugendcafé.

Waltraud Wiesholler-Niederlöhner (SPD) sprach das Thema »Hundetoilette« am Röthelbachweiher an. Sie sei mehrfach von Bürgern angesprochen worden, ob ein Aufstellen dort möglich sei. Manfred Bulka von der Stadtverwaltung versprach, sich darum zu kümmern. Nichts wird es allerdings mit einem »Hundeklo« bei Gerating, das Wolfgang Osenstätter (CSU) gefordert hatte. Kegel sagte dazu: »Die Stadt umfasst eine große Fläche. Man kann das Problem nicht überall lösen.« jar