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Alle 65 Physiotherapeuten haben bestanden

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Traunstein – Das Staatsexamen in der Physiotherapie haben alle 65 Schüler aus zwei Kursen der Chiemsee-Schule-Zimmermann, staatlich anerkannte private Berufsfachschule für Physiotherapie in Traunstein, bestanden. Bei der Abschlussfeier im Ruhpoldinger Kurhaus erklärte der Stellvertretende Schulleiter Christoph Markowsky, die drei Jahre der Ausbildung seien wie im Flug vergangen. Am Ende konzentriere sich jedoch alles auf die letzten fünf Examenswochen. Prüfungsbeste waren Hannah Seelmann (praktisch), Julian Punz (schriftlich) und Christiane Entacher (mündlich und bestes Examen insgesamt), alle drei aus Salzburg.


»Auch nach vielen Jahren ist es immer noch spannend und ergreifend, die Höhen und Tiefen der Schüler im Examen zu erleben. Toll, dass es alle ge-schafft haben, daran hat sicher auch der große Zusammenhalt innerhalb der Kurse großen Anteil«, sagte Markowsky.

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Die Voraussetzungen für die Absolventen seien sehr gut: Wachsende Zahlen von Patienten, die Aussicht auf eine Ausweitung der therapeutischen Freiheiten, zum Beispiel Blankorezept oder in weiterer Zukunft sogar der freie Zugang. Auch die Stellung der Berufsfachschulausbildung in der Physiotherapie sei noch für längere Zeit gesichert.

Abschließend rief Markowsky die Absolventen dazu auf, ihre Tätigkeit immer wieder kritisch zu hinterfragen und sich über die neuesten Forschungsergebnisse zur tatsächlichen Wirksamkeit von Behandlungsmethoden auf dem Laufenden zu halten. Die Forschung in der Physiotherapie sei mittlerweile weit entwickelt und habe eine Menge Antworten parat. Allein, es fehlten häufig Zeit und Interesse der im Beruf stehenden Therapeuten zur Umsetzung der Ergebnisse in der täglichen Berufspraxis.

Prof. Dr. Rupert Ketterl, ärztlicher Leiter der Berufsfachschule für Physiotherapie, sprach ein großes Lob bezüglich der gezeigten exzellenten Leistungen sowohl in der Theorie als auch im Praktischen Arbeiten aus. In den drei Jahren der Ausbildung hätten erstaunliche Entwicklungen vom verunsicherten Neuanfänger bis zum vollwertigen, menschlich kompetenten Therapeuten stattgefunden. »Die erworbenen Qualitäten können somit effektiv in der Behandlung der künftigen Patienten eingesetzt werden. Ich freue mich schon auf die Erfüllung gemeinsamer Aufgaben mit den Krankengymnasten, die in unserer Region arbeiten werden«, so Prof. Dr. Rupert Ketterl. Für die frisch Examinierten ergäben sich vielfältige berufliche Betätigungsmöglichkeiten, so zum Beispiel in der Prävention, in der Behandlung von Verletzungen und degenerativen Er-krankungen sowie den speziellen Anforderungen in der Alterstraumatologie. Bjr