weather-image

Alle 30 Auszubildenden schafften den Abschluss

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Würdigung des Prüfungsbesten bei den Metallbauern mit (von links) Kreishandwerksmeister Peter Eicher, dem Prüfungsbesten Korbinian Koch, Innungs-Obermeister Franz Pfeffer und Prüfungsvorsitzendem Fritz Graßl. (Foto: Wittenzellner)

Für 30 Auszubildende der Fachrichtung Metall war es ein besonderer Tag, der ihr Berufsleben über eine lange Zeit prägen wird: In der Privaten Berufsschule Traunreut feierten die jungen Gesellen zusammen mit ihren Angehörigen die bestandene Gesellenprüfung. Mit dabei waren auch die Ausbilder ihrer Betriebe sowie Vertreter der beiden Berufsschulen und des Bildungszentrums der Handwerkskammer.


Direktor Ulrich Genghammer von der Privaten Berufsschule Traunreut stellte die Einrichtung vor, die sich in verschiedenen Fachbereichen um rund 120 Jugendliche kümmert. Er gratulierte den »Noch-Auszubildenden« zu ihrem erfolgreichen Schritt: »Ihr habt etwas geschafft, auf das ihr stolz sein könnt. Diese berufliche Qualifikation kann euch keiner mehr nehmen.« Innungs-Obermeister Franz Pfeffer nutzte die Anwesenheit der vielen Betriebsvertreter, um eine gemeinsame Gruppenschulung zum Schweißfachmann im Bildungszentrum der Handwerkskammer anzubieten, man müsse den »Zertifizierungswahn« durchziehen. Das »lebenslange Lernen«, das gerade auch für junge Facharbeiter wichtig sei, gelte deshalb im übertragenen Sinne auch für die Betriebe, schlug er einen Bogen zur Thematik »Ausbildung, Lernen«.

Anzeige

Prüfungsvorsitzender Fritz Graßl stellte erfreut fest, dass alle 30 angetretenen Metallbauer und Feinwerkmechaniker die Gesellenprüfung geschafft hätten. »Ihr habt gut und mit großem Elan mitgearbeitet.« In der praktischen Prüfung wurden ein Nussknacker angefertigt, Beschlagteile eingebaut und ein Schiebetor gebaut. Techniken wie zum Beispiel Schweißen, Feilen und Bohren mussten beherrscht werden.

In der Theorie wurden Schwerpunkte wie Konstruktionstechnik, Wirtschaft und Sozialkunde gelegt. Zusammen erreichten die 30 erfolgreichen Prüflinge einen Notendurchschnitt von 2,7. Graßl würdigte die Vertreter der beiden Berufsschulen, des Bildungszentrums sowie die Lehrer und Ausbilder, die die jungen Prüflinge gut vorbereitet hatten.

Kreishandwerksmeister Peter Eicher machte deutlich, dass die jungen Auszubildenden – unter denen sich auch weibliche Teilnehmer befanden – einen Beruf erlernt hätten, der sie ihr ganzes Leben lang ernähren könne. »Interessant und krisenfest« sei die gewählte Handwerksrichtung. Gleichzeitig kämen auf die jungen Facharbeiter aber neue Aufgaben und Anforderungen zu. »Nehmen sie die Herausforderung an«, ermutigte er sie und fügte hinzu: »Bleiben sie ihrem erlernten Beruf treu«, so der Kreishandwerksmeister, der die Auszubildenden in einer kurzen und feierlichen Zeremonie gemäß einer Jahrhunderte alten Tradition von den Pflichten ihrer Lehrverhältnisse frei sprach und sie in den Gesellenstand hob.

Im Nachgang erhielten die jungen Handwerker ihre Gesellenbriefe. Unter den guten Ergebnissen ragte Korbinian Koch heraus. Der junge Auszubildende vom Ausbildungsbetrieb Adelholzener Alpenquellen GmbH in Siegsdorf schaffte mit einem Notendurchschnitt von 1,5 das beste Ergebnis und wurde dafür besonders ausgezeichnet. awi