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Alfons Schrittenlocher bleibt Vorsitzender

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Inzell. Mit einem ausführlichen Rechenschaftsbericht eröffnete Alfons Schrittenlocher die Versammlung des Verkehrs- und Heimatvereins Inzell für das Berichtsjahr 2013. Die Erweiterung des Tätigkeitsfeldes im Bereich der Heimatpflege habe sich bestens bewährt. So konnten wertvolle Bilder aus einem Archiv übernommen und digitalisiert werden, berichtete Schrittenlocher.


Da zum Jahresende 2012 die Inzeller Touristik GmbH neu organisiert wurde, hat der Verein wie auch der Wirte- und der Gewerbeverein nur noch ein Beiratsrecht. Die Zusammenarbeit sei nach wie vor sehr verständnisvoll. Die kostenlose Bewirtung der Gäste bei den 13 Sonntagskonzerten mit Getränken erfreue sich großer Beliebtheit und werde auch weiterhin angeboten. Die Kosten trägt der Verein, die Organisation übernimmt wieder Gebhard Baueregger. Hierfür würden in Zukunft wieder freiwillige Helfer gesucht.

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Auch für die Blumenbeete im Dorf leistete der Verein wieder einen finanziellen Beitrag. Die interessante Dia-Schau von Vorstandsmitglied Herbert Öttl über den Kraftverkehr von Inzell im Forsthaus Adlgaß war sehr gut besucht. Dia-Schauen mit anderen Themen sollen auch in Zukunft veranstaltet werden. Sehr erfreut war man im letzten Jahr über die Osterdekoration, die von Firmlingen gefertigt und im Gemeindebereich aufgestellt wurde. Daraufhin beschloss der Verein für das kommende Osterfest in Zusammenarbeit mit der ITG, dem Gewerbeverein und dem Förderverein Tourismus, dass der Kurpark ein »großes Osternest« werden soll.

Die Unterschriftenaktion zur Ruine des Hotels zur Post brachte innerhalb einer Woche 2450 Unterschriften. Diese Aktion fiel allerdings genau in die Zeit, als das Objekt verkauft wurde. In diesem Zusammenhang begrüßte Alfons Schrittenlocher, dass die Post von dem Inzeller Franz Scheurl gekauft wurde. Die Inzell Card plus sei mittlerweile zu einem Selbstläufer geworden, wobei Verbesserungen immer wieder möglich seien. So gilt diese in Zukunft auch für die Predigtstuhlbahn. Die Unterstützung von Privatvermietern ist ein besonderes Anliegen des Vereins. Hier sei die Politik gefragt. Für die Vermieter gebe es nach wie vor eine Betriebsberatung. Interessenten können sich bei der ITG informieren. Die Kosten werden bezuschusst, so Schrittenlocher. Der Verein wird sich an der geplanten Nachtlanglaufloipe beim Campingplatz in finanzieller Hinsicht beteiligen.

Mit Bedauern, aber auch mit vollstem Verständnis musste diesen Winter festgesellt werden, dass ein beliebter Wanderweg in direkter Ortsnähe vom Besitzer gesperrt worden ist, weil die Hinterlassenschaften der ausgeführten Hunde zu viel wurden. Der Vorsitzende appellierte an die Hundebesitzer, doch von den kostenlosen tüten in den Dogstationen Gebrauch zu machen und diese dann auch in diesen Behältern zu entsorgen.

Helga Kamml, verantwortlich für die Kassenführung, informierte die Versammlung über die Ausgaben und Einnahmen des Vereins, dem 309 Mitglieder angehören. In Zukunft wird es keine Beitragsbefreiung mehr geben, bereits beitragsfreie Mitglieder sind davon nicht betroffen. Die nachfolgenden Wahlen brachten folgendes Ergebnis. Für weitere zwei Jahre bleibt der Vorsitzende Alfons Schrittenlocher im Amt, als sein Stellvertreter wurde Herbert Öttl gewählt. Neu in den Ausschuss gewählt wurden als Beisitzer Uschi Pastötter als Wirtin und Vermieterin und Florian Seestaller, der besonders den Bereich der Heimatpflege vertreten wird. Siegfried Nagl, Monika Bauregger und Martin Hirschbichler stellten sich nicht mehr zur Wahl. Nagl war 31 Jahre, Monika Bauregger 16 Jahre, davon 10 Jahre als Zweite Vorsitzende und Martin Hirschbichler 16 Jahre in der Vorstandschaft. Alfons Schrittenlocher würdigte sie für die jahrelange verdienstvolle Tätigkeit und für die stets gute Zusammenarbeit und überreichte Urkunden und persönliche Geschenke.

Gerhard Steinbacher und auch der Zweite Bürgermeister Hans Egger lobten den Verein für die wertvollen Tätigkeiten. Bedingt auch durch den Schneemangel waren die Übernachtungszahlen im Februar rückgängig gegenüber dem Vorjahr. Wichtig sei, dass in nächster Zeit ein Depot mit Kunstschnee geschaffen werden kann, um im Winter zumindest eine Loipe mit Schnee belegen zu können. Die Umlagekosten für die Inzell Card aktiv bleiben trotz des erweiterten Angebots gleich. Gerhard Steinbacher wünschte sich, dass eventuelle Kritik an der ITG an ihn direkt und nicht auf Umwegen herangetragen wird. Für Egger wird in der Gemeinde der Tourismus weiterhin groß geschrieben. Bestehende Dinge müssten neu überlegt werden, gemeinsam könnten Lösungen gefunden werden. Er blicke positiv in die Zukunft. Der neue Vorstand des Trachtenvereins, Markus Kötzinger berichtete, dass geplant sei, den Heimatabend wieder neu aufleben zu lassen und fest in den Veranstaltungskalender aufzunehmen. Sein Wunsch an die Vermieter: »Schickt uns eure Gäste oder geht selbst mit ihnen zum Heimatabend«. Zum Schluss der Versammlung zeigten Herbert Öttl und Max Christoph einen Film von der ZDF-Sportreportage aus dem Jahr 1972.