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Akutgeriatrie geht in Betrieb

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Ruhpolding. In der Kreisklinik Vinzentinum Ruhpolding wird am 1. Dezember eine Abteilung für Akutgeriatrie mit 20 Betten eröffnet. »Damit unternimmt die Kliniken Südostbayern AG einen zukunftsweisenden Schritt, um das Behandlungsspektrum unseres Klinikverbunds weiter auszubauen und insbesondere das Ruhpoldinger Krankenhaus medizinisch weiter aufzuwerten«, so Elisabeth Ulmer, stellvertretender Vorstand der Klinik-AG. In der neuen Abteilung werden speziell ältere Akutpatienten mit einem auf ihre Mehrfacherkrankungen abgestimmten Konzept aus Diagnostik und Therapie unter der Leitung von Oberärztin Sabine von Treufels medizinisch betreut. Von seiner Ausstattung her bietet das Vinzentinum dafür die bestmöglichen Therapiemöglichkeiten.


In den vergangenen Jahrzehnten haben die großen Fortschritte in der Medizin und der hohe Lebensstandard dazu geführt, dass die Lebenserwartung der Bevölkerung weiter gestiegen ist und die Menschen immer älter werden. »Die Notwendigkeit und das Bedürfnis einer gezielten Behandlung älterer Patienten werden aufgrund dieser Entwicklung immer größer«, erklärt der Ruhpoldinger Chefarzt Dr. Herbert Bruckmayer. Um dieser Entwicklung Rechnung zu tragen, wird im Ruhpoldinger Krankenhaus die Akutgeriatrie eingerichtet.

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Die Akutgeriatrie (Altersheilkunde) befasst sich mit der Diagnostik und Therapie von Krankheiten älterer und gebrechlicher Menschen, die häufig an mehreren Krankheiten gleichzeitig leiden und deshalb eine entsprechend umfangreiche Behandlung brauchen.

Der Schwerpunkt der Ruhpoldinger Akutgeriatrie liegt daher auf der Behandlung von älteren Menschen mit akuten und chronischen inneren Erkrankungen sowie akut erkrankten Demenzpatienten. Mögliche Indikationen sind beispielsweise Infektionen, Herzschwäche, Stoffwechselstörungen wie Diabetes, Gefäßerkrankungen, Schlaganfall und Demenz, aber auch Gehstörungen, Fehl- und Mangelernährung, Inkontinenz, Parkinson im Alter oder chronische Wunden. »Mit einem umfassenden Behandlungsansatz werden körperliche, funktionelle, geistige, psychische und soziale Aspekte der Patienten berücksichtigt. Die Angehörigen werden dabei in die Behandlung mit einbezogen«, betont Dr. Bruckmayer.

In der Regel werden Patienten über 70 Jahre in die Akutgeriatrie aufgenommen. Neben der Abklärung der medizinischen Vorgeschichte werden klinische Tests durchgeführt, um die körperlichen, geistigen und emotionalen Fähigkeiten für den Behandlungserfolg einschätzen zu können. Die Ziele der akutgeriatrischen Versorgung sind die akutmedizinische und fachübergreifende (interdisziplinäre) Betreuung, die frührehabilitative Behandlung sowie der Erhalt einer selbstständigen Lebensführung bzw. die Minderung der Pflegebedürftigkeit. Die Einweisung in die Akutgeriatrie erfolgt über den Hausarzt, aus anderen Kliniken und aus Rehabilitationseinrichtungen. Bjr

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