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Akute Raumnot in der Siegsdorfer Schule

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An der Nordseite der Siegsdorfer Schule soll der vom Gebäude abgesetzte Neubau entstehen. Er soll dann durch einen Glasgang mit dem Altbau verbunden werden. (Foto: Krammer)

Siegsdorf. Über notwendigen Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen an der Mittelschule Siegsdorf informierten Bürgermeister Thomas Kamm und Amtsleiter Hermann Haslinger in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates. Das Gremium hatte sich bereits Anfang Februar in einer nichtöffentlichen Sitzung mit dem Thema auseinandergesetzt.


Nach umfangreichen Gesprächen in der Verbundversammlung der Mittelschule Chiemgau-Süd stellten sich erhebliche Raumprobleme heraus, die vor allem den Standort Siegsdorf betreffen. Nach derzeitigem Stand fehlen zum Schuljahresbeginn 2013/14 mindestens zwei Klassenräume, eventuell sogar drei. Nach den vorliegenden Geburtenzahlen werden auch in den kommenden Jahren die Klassen 1 bis 4 dreizügig bleiben und auch an der Mittelschule mit den M-Zügen ist mit steigenden Schülerzahlen, vor allem durch Rückkehrer aus weiterführenden Schulen zu rechnen.

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Bauausschuss und Hauptausschuss haben in den letzten Wochen mehrere Vorschläge für eine einjährige Übergangslösung und zur baulichen Erweiterung beraten und auch die Verbandsversammlung wurde informiert.

Zur Schaffung einer Übergangslösung mit zwei zusätzlichen Räumen für ein oder zwei Jahre wurden eine Aufstockung oder ein Neubau des Aula-Gebäudes ebenso erwogen, wie die vorübergehende Auslagerung der Mittagsbetreuung in Container-Module. Eine weitere Möglichkeit wäre es, mit Hilfe der Container neue Klassenräume auf dem Schulgelände zu schaffen.

Nach Rücksprache mit den Verbundschulen soll aber jetzt vorrangig die zeitweise Auslagerung von Klassen an den Standort Ruhpolding geprüft werden. Falls sich dies organisatorisch nicht verwirklichen lässt, will man auf die Containerlösung mit zwei Klassenräumen im Hof der Grundschule zurückgreifen.

Zum dauerhaften, konkurrenzfähigen Erhalt der M-Züge und des bisher sehr erfolgreichen Mittelschulangebotes soll zeitgleich die Planung zur Schaffung neuer Raumkapazitäten anlaufen. Hierbei hat sich aufgrund eines zeichnerischen Entwurfs des Bauamtes ein Anbau an der Nordseite der Grundschule herauskristallisiert, der gegenüber allen anderen Lösungsvorschlägen die meisten Vorteile und das beste Kosten-Nutzen-Verhältnis aufzuweisen scheint.

Der freistehende Anbau an der Nordseite könnte fast komplett während des laufenden Schulbetriebes erstellt werden und würde durch die günstige Geländelage auf vier Etagen bis zu zwölf neue Räume schaffen. Auch der kostengünstige Einbau eines Aufzuges wäre denkbar und Heizung und Haustechnik könnten auf kurzen Wegen angebunden werden.

Nach eingehenden Beratungen kam das Gremium zu dem Entschluss, diese Lösung, die mit etwa einer Million veranschlagt wird, zügig voranzutreiben und ermächtigte zudem Bürgermeister Kamm zum Abschluss eines Architektenvertrages mit dem Siegsdorfer Planungsbüro Gerhard Chaloupka für den geplanten Anbau. FK