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Aktive Jugendgruppe bringt frischen Wind in den Alpenverein

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Für 60 Jahre Mitgliedschaft in der DAV-Sektion Achental zeichnete deren Vorsitzender Ernst Mutz (links) Hermann Eschenbeck aus. (Foto: T. Eder)

Grassau – Mit einer sehr aktiven Jugendgruppe kann die DAV-Sektion Achental nun aufwarten. Wie in der Jahreshauptversammlung mit vielen Bildern dokumentiert, hat die seit einem halben Jahr bestehende Jugendgruppe bereits viel unternommen. Dies stimmte auch den Vorsitzenden Ernst Mutz zuversichtlich, der seinen Rückblick auch gleich mit dieser positiven Entwicklung begann.


Doch auch in den anderen Bereichen war die Sektion wieder aktiv. Die drei Seniorenwandergruppen trafen sich fast wöchentlich und auch die Boulderwand in der Turnhalle Marquartstein ist in Betrieb. Wie Mutz weiter berichtete, konnten zwei DAV-Wege saniert werden und es gab zwei Sektionstouren für Senioren. Ein Erlebnis sei das Sonnwendfeuer auf der Hochplatte gewesen. Gut besucht waren auch die elf Sektionsabende. Zudem bot der Verein ein Faschingsessen und eine Nikolausfeier.

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919 Senioren beteiligten sich an Wanderungen

Rückblickend berichtete Martin Brandstetter, Spartenleiter Senioren, über die Wanderungen mit 919 Teilnehmern, ein absoluter Rekord. An den 36 Bergtouren beteiligten sich 440 Teilnehmer und an den acht Langlauftouren der Donnerstagsgruppe 70 Mitglieder. Die Dienstagsgruppe traf sich mit 305 Teilnehmern zu 37 Bergtouren und die Dienstagsgruppe, die für kleinere Touren erst seit Herbst unterwegs ist, kam bereits sechsmal mit 25 Teilnehmern zusammen. Auch sieben Schneeschuhtouren wurden von 55 Teilnehmern angenommen. An der Dreitagestour beteiligten sich 24 Mitglieder.

Wolfgang Kania, der die Skitouren betreut, informierte über vier Touren – zwei mussten mangels Schnee ausfallen. Auch Franz Lindlacher bot eine Skitour an. Die nächste wird am 6. Februar zur Hochalm Berchtesgaden gehen. Aktiv waren auch die Bergradler unter der Leitung von Thomas Pertl. Vier Touren, zwei darunter in den Kitzbüheler Alpen, wurden unternommen.

Jugendreferent Peter Parsiegla stellte die neue Jugendgruppe um das Quartett Bettina Steinbichl, Gregor Bauer, Kerstin und Thomas Pertl vor. Ihn freute, dass die Boulderwand fleißig genutzt werde und zwei Gruppen mit 25 Kindern regelmäßig trainieren. Besonders freute ihn die Spende der Marquartsteiner Grundschüler. Diese hatten einen Almführer für Kinder erarbeitet und 400 Exemplare verkauft. 350 Euro aus dem Erlös spendeten sie der Kinder- und Jugendgruppe.

Kerstin Pertl berichtete von bislang 15 Unternehmungen der Jugendgruppe, darunter Almwanderungen, Radltouren, Moorwanderung und Besichtigung der Burg Marquartstein. Gregor Bauer fügte an, dass die Kinder-Bouldergruppe sich immer mittwochs von 17.30 bis 19 Uhr zum Klettertraining trifft.

Auch die im vergangenen Jahr neu eingesetzten Wegepaten nahmen ihr Amt ernst. Wie Wegereferent Hans Roth meldete, gelte es, zwölf DAV-Wanderwege zu betreuen und über den Zustand der Hauptverwaltung in München zu berichten. 2015 waren die acht Wegepaten rund 190 Stunden unterwegs. Zwei Wege wurden hergerichtet. Der Vorderalmweg wurde von der Gemeinde Staudach-Egerndach in Eigenregie saniert und beim Hochgernweg war die Sektion mit der Gemeinde Unterwössen dreimal im Einsatz. Rund 100 Stunden investierten Sektionsmitglieder in diese Bauarbeiten.

Betretungsregeln im Naturschutzgebiet einhalten

Natur- und Umweltreferent Stefan Kattari jun. bat, auch weiterhin die Betretungsregeln im Naturschutzgebiet Geigelstein zu beachten. Nur so sei gewährleistet, dass der attraktive Skitourenweg auch weiter genutzt werden kann. Er informierte, dass das 25-jährige Bestehen des Naturschutzgebiets Geigelstein mit verschiedenen Veranstaltungen gefeiert werde und die Naturschutzfachtagung des Hauptverbands im Oktober in Grassau stattfinde.

Die Finanzen des Vereins beleuchtete Schatzmeister Manfred Diezinger. Der Verein ist erneut um 86 auf mittlerweile 1277 Mitglieder gewachsen. Er informierte, dass die neue Kletterwand mit Kosten von 16 000 Euro größtenteils über Spenden finanziert wurde. Der Verein übernehme die Restfinanzierung von 4200 Euro. Für die Sanierung der Wege seien Kosten von 4100 Euro angefallen, die aber über den Hauptverein bezuschusst werden.

Schließlich informierte Vorsitzender Mutz über die nächsten Angebote. Jeden dritten Dienstag im Monat sei zudem Stammtisch im Gasthof zur Post in Grassau. Auch stehen im kommenden Jahr Neuwahlen an. Einige Vorstandsmitglieder, darunter Manfred Dietzinger (Kassenwart), Peter Parsiegla (Jugendleiter), Wolfgang Kania (Stellvertreter) und Uli Huber (Schriftführer) wollen nicht mehr kandidieren. Für diese Ämter werden engagierte Personen gesucht.

Mutz ehrte für 25-jährige Mitgliedschaft Martha Reiter, Simon Reiter, Alexander Sedlmeier und für 40-jährige Treue Andreas König, Josef Stephl, Josef Stöttner, Rudi Ager und Rita Mager. Seit einem halben Jahrhundert halten Ernestine Eckert und Josef Langbauer dem Verein die Treue. Auf 60 Jahre Vereinsmitgliedschaft blickt Hermann Eschenbeck zurück.

Neuer Vorstand soll eine Hütte anpachten

Franz Lindlacher regte noch an, das Anpachten einer kleinen Berghütte ins Auge zu fassen. Das wäre ein Projekt, das sich der Verein auch leisten könnte und von dem auch die Mitglieder sowie wie Jugendgruppe profitieren könnte. Dies könnte eine Aufgabe für den neuen Vorstand im kommenden Jahr sein. Die Versammlungsteilnehmer stimmten mehrheitlich dafür. Die Vorstandschaft werde die Anregung aufnehmen. tb