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Agentin contra Schauspieler

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Traunstein – Einen wohl eher unangenehmen Auftritt hatte ein Schauspieler, der unter anderem aus den Serien »Traumschiff« und »Schwarzwald-Klinik« bekannt ist, in einem Zivilprozess vor der Achten Zivilkammer am Landgericht. Seine Agentin forderte über 29 000 Euro nicht bezahlter Provision von ihm. Die Güteverhandlung scheiterte. Die Klägerin wie der Schauspieler fühlen sich im Recht und waren nicht bereit, sich zu einigen.


Der Schauspieler, der im Landgerichtsbezirk Traunstein seinen Wohnsitz hat, erschien persönlich im Sitzungssaal. In dem Verfahren geht es um einen angeblich von der Agentin eingefädelten Werbevertrag mit einem großen deutschen Elektro-Unternehmen im Jahr 2015. Für einen Werbevertrag soll der Schauspieler vorgeblich 135 000 Euro Gage bekommen haben. Seine Agentin vertritt den Standpunkt, dafür stehe ihr ihre übliche Provision zu. Der Schauspieler und die Münchenerin arbeiteten schon lange immer wieder mal zusammen. Sie verschaffte ihm in den 1990er Jahren nach ihren Angaben diverse TV-Rollen. In der mündlichen Verhandlung in Traunstein schilderte sie, dass das Elektro-Unternehmen den Schauspieler für eine Kampagne wollte. Sie habe ihn angerufen, er habe reagiert: »Mach du das bitte für mich.«

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Dem steht die Aussage des Schauspielers gegenüber. Er will den Werbevertrag allein mit dem Unternehmen klar gemacht haben. »Ich zahle dieser Frau keinen Cent. Ich klage durch alle Instanzen, wenn nötig. Sie hat über meinen Kopf hinweg verhandelt. Ich habe ihr die Erlaubnis nie erteilt.« Die Agentin habe lediglich seine Telefonnummer zur Kontaktaufnahme vermittelt.

Am 25. April wird die Verhandlung fortgesetzt. Dann will das Gericht weitere Zeugen hören. Beim Verlassen des Gerichtsaals mit seinem Anwalt wollte sich der Schauspieler nicht fotografieren lassen. Er verbarg sein Gesicht hinter einem Aktenordner. kd