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Agenda kämpft um Tempolimit beim Klaushäusl

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Grassau – Projekte, welche die Agenda-Arbeitskreise erarbeitet haben, wurden in einer Forumssitzung der Agenda 21, bestehend aus allen Arbeitskreissprechern und aus Vertretern des Marktgemeinderats erörtert. Einige Anträge werden an den Marktgemeinderat weitergeleitet.


Nach wie vor angestrebt wird eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Bundesstraße auf Höhe des Museums Klaushäusl. Roland Armstädter informierte, dass er für den Arbeitskreis Ortsgestaltung und Verkehr versucht habe, beim Landratsamt Traunstein eine Geschwindigkeitsreduzierung zu erwirken. Eine Geschwindigkeitsreduzierung auf 60 km/h würde für mehr Sicherheit sorgen.

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Tobias Gasteiger, zuständig in der Gemeinde für derartige Angelegenheiten, berichtete, dass ein Schild »Vorsicht Fußgänger queren« aufgestellt wurde. Hinsichtlich weitergehender Maßnahmen beiße man, so Gasteiger, allerdings auf Granit. »Man kann doch nicht so lange warten, bis etwas passiert«, sagte Armstädter und schlug vor, mit dem Landrat zu sprechen. Die sicherste Alternative wäre eine Unterführung. Als realistisches Ziel sei aber eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 60 km/h anzustreben.

Verkehrsfluss ist wichtiger

Mit dieser Bemühung, so Bürgermeister Rudi Jantke, renne die Agenda offene Türen ein. Auch der Marktgemeinderat habe schon mehrfach versucht, ein Tempolimit zu erwirken. Straßenbauamt, Untere Verkehrsbehörde und Polizei waren, so Jantke, übereinstimmend der Meinung, der fließende Verkehr dürfe nicht behindert werden und die Überquerung sei relativ sicher, da weit in die Straße eingesehen werden könne.

Das Argument der Gemeinde, dass oft Kinder- und Erwachsenengruppen die Fahrbahn passieren müssen, spielte dabei keine große Rolle, bedauerte der Rathauschef. Von einer Unterführung riet er ab, da zum einen viel Fläche benötigt und zum anderen enorm hohe Kosten entstehen würden. Das Forum beschloss, nun um Hilfe beim Landrat anzusuchen.

Ein weiteres Projekt, vorgeschlagen vom Arbeitskreis Jugend, Familie und Senioren, war die Einrichtung einer Kleiderkammer nach dem Überseer Vorbild. Laut Rita Laxganger sei der Bedarf an kostenloser Bekleidung, an Spielzeug und Haushaltsartikeln groß. Eine zusätzliche Kleiderkammer könne man als Ergänzung zur Überseer Einrichtung betrachtet. Als möglichen Raum könne sie sich das Dachgeschoß im neuen Rotkreuzgebäude vorstellen.

Raum nicht barrierefrei

Bürgermeister Jantke informierte, dass das Dachgeschoß mit 350 Quadratmetern wunderschön werde, aber für eine Kleiderkammer nicht geeignet sei. Er glaube, dass es dafür anderen Bedarf, möglicherweise auch seitens der Schule, gebe. Außerdem sei der Raum nicht barrierefrei.

Laut Angelika Drost steige die Nachfrage nach alternativen Bestattungsformen. Sie informierte, dass schon mehrfach bei der Bürgerhilfsstelle wie auch beim Verein »Chiemgauer Kinder in Not« um Hilfe gebeten wurde. Ein Teil des jetzigen Friedhofes könnte als Wald-, Naturfriedhof oder Friedpark ausgewiesen werden. Der Arbeitskreis würde ein Konzept erarbeiten. Jantke sprach von einem »guten Vorschlag«. Als negativen Punkt sah er, dass die klassische, bayerische Friedhofskultur langsam verloren gehe.

Vorgeschlagen wurde eine Sammelbestellung für Feuerlöscher und Rauchmelder, um diese den Bürgern günstig anbieten zu können. Wie Manfred Huber berichtete, gebe es in Rottau Feuerlöscher-Prüftermine. Nun sollen solche Prüftermine auch in Grassau angeboten werden. tb