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Adventsingen zugunsten der neuen Kirchenorgel

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Mit zarten, engelsgleichen Klängen faszinierte dieses Harfenduo. (Foto: Aßmann)

Wonneberg – Famose Stimmen, zarte Weisen, ausgezeichnete Instrumentalisten und heiter-besinnliche Texte prägten das 22. Adventsingen in der Wallfahrtskirche St. Leonhard. Organisator Hermann Eder hatte erneut zahlreiche namhafte Volksmusik- und Gesangsgruppen unentgeltlich für die Veranstaltung gewinnen können. Der Erlös des Adventsingens kommt dem Orgelförderverein St. Leonhard für die Finanzierung der neuen Kirchenorgel zugute.


Zu Beginn der Veranstaltung entzündete Eder vor dem Altar eine Kerze, die der Leonhardiverein gestiftet hatte. Mit ihr gedachte man der verstorbenen Maria Mader, die sich zeitlebens aktiv in die Dorfgemeinschaft eingebracht hatte und als Leonharder Sängerin und Mitglied des Kirchenchors viele Jahre fester Bestandteil des Adventsingens war.

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Zu Beginn des Adventsingens gaben Hermann Eder und das Leonharder Quartett mit dem charmanten »Rottauer Percht’ntreiben« eine Kostprobe ihres vielseitigen Könnens. Bei der zarten Volksweise »Nacht’n spat« sowie bei dem hinreißenden Jodler und Walzer von Martin Kiesenhofer bewiesen insbesondere das Cello und die Diatonische Harmonika einen perfekten Zusammenklang.

Hell und glockenklar durchdrangen die Stimmen der Surberger Sängerinnen das vollbesetzte St. Leonharder Gotteshaus. Unter anderem mit der einfühlsamen Volksweise »Kaiser Augustus« und dem reizenden »Woiferl, hast scho außigschaut« zogen die drei Frauen mit ihrem ausdrucksstarken Gesang das Publikum schnell in ihren Bann.

Mit großer Virtuosität bereicherten die Leonharder Bläser das Adventsingen. Sie brachten zu Beginn des Programms die imposante »Intrade« von Josef Rubensberger zu Gehör und sorgten mit dem beschwingten »Auf der Winterstub’n« und der festlichen »Turmsonate« für einen würdevollen Rahmen der Veranstaltung.

Ein imposantes Klangvolumen bot wieder der Leonharder Kirchenchor unter der Leitung von Walburga Hasenknopf. Ob bei dem huldvollen Choral »Ehre und Preis sei Gott«, dem berührenden »Übers Gebirg Maria geht« oder dem innigen »Wachet auf, ruft uns die Stimme«, die Leonharder Sänger bestachen durch wunderbare Stimmen, beste Textverständlichkeit und hevorragende Dynamik.

Mit zarten, engelsgleichen Klängen faszinierte das Harfenduo Magda und Irmengard. Die beiden jungen Instrumentalistinnen stimmten den lieblichen »Pacelbel’s Canon« sowie das reizende »Staad werd’n« und die originelle »Hochberger Harfenweis« an.

Die originelle Volksweise »Hinter der Ofenbank«, das graziöse »Staad’s Stück’l« sowie den quirligen »Girgl Walzer« brachte die Bergener Gitarrenmusi mit ihrem exakten und sehr feinfühligem Spiel zu Gehör.

Bestens miteinander harmonierten die Kapeller Sänger. Mit ihren klaren, warmen, einfühlsamen Stimmen gaben die vier Männer das sentimentale »Wie schön glänzt die Sonn'«, das melodische »Josef und Maria wollt’n geh« sowie das feinsinnige »O Wunder was will das bedeuten« zum Besten.

Für die verbindenden Texte zwischen den musikalischen Darbietungen zeichnete Marianne Huber mit hintergründigen G’schichtln und stimmungsvollen Gedichten verantwortlich. Zum Abschluss des besinnlichen Adventsingens stimmten Musiker, Sänger und Publikum gemeinsam den berühmten Andachtsjodler an.

Vor und nach der Veranstaltung verkauften die emsigen Mitglieder des Orgelfördervereins im Innenhof des Kindergartens Glühwein, Punsch und Bosna, ebenfalls zugunsten der neuen Kirchenorgel. mia

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