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Achthaler Kirtag: »Ein Höhepunkt der Vereinsgeschichte«

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Teisendorf. Die größte Aufgabe des Fördervereins Bergbaumuseum Achthal ist der Erhalt des Museums und damit das Andenken an die bergmännische Geschichte in Achthal und Neukirchen. Dies wurde bei der Jahreshauptversammlung im Gasthaus Reiter wieder deutlich. Vorsitzender Sepp Winkler gab dabei einen umfassenden Rückblick.


Unter anderem berichtete er, dass das Museum von Mai bis September insgesamt 174 Mal geöffnet war, wobei von Juni bis Ende August 80 Öffnungszeiten durch drei Miniarbeitsplätze abgedeckt wurden, in der übrigen Zeit übernahmen Ehrenamtliche die Führungen und Sonntagsdienste.

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Im Museum wurden heuer 1328 Besucher gezählt. Das ist eine Steigerung von knapp 8 Prozent. Hätte das Museum heuer nicht die außerordentlich beeindruckende Sonderausstellung der bekannten Mineralien- und Fossiliensammler Günther Helbig und sowie Helmut und Herbert Schader gehabt, sähe die Besucherbilanz sicher sehr viel schlechter aus, meinte Winkler. Negativ wirken sich auf die Besucherzahlen die sinkenden Übernachtungszahlen sowie die Nähe zur Landkreisgrenze aus, da »wir vom Berchtesgadener Landkreistourismus kaum beachtet werden«, bedauerte Sepp Winkler und bedankte sich in diesem Zusammenhang beim Traunsteiner Tourismusverband für die Unterstützung.

Sehr erfreulich war dagegen die Vereinsentwicklung: 40 neue Mitglieder wurden aufgenommen, sodass der Förderverein jetzt 603 Mitglieder zählt. Damit ist Winklers lang gehegter Wunsch, der Förderverein solle 600 Mitglieder zählen, endlich in Erfüllung gegangen. Das 600. Mitglied war Thomas Gasser.

Als einen Höhepunkt in der Vereinsgeschichte bezeichnete Winkler den diesjährigen Achthaler Kirtag. Das Pontifikalamt zum Patrozinium hielt Erzbischof Dr. Alois Kothgasser aus Salzburg anlässlich der Gründung der Eisengewerkschaft Achthal vor 475 Jahren. Es war ein Freudentag für Achthal und den Verein, so Winkler, auch der Erzbischof war ganz begeistert von dem Zusammenhalt und dem gemeinsamen Feiern. In einem Brief habe sich der Erzbischof anschließend für die freundliche Aufnahme in Achthal bedankt. Bereits im nächsten Jahr gibt es wieder etwas zu feiern, da wird der Förderverein dann 30 Jahre alt.

Schriftführer Anton Eglseer erwähnte in seinem Jahresbericht die wichtigsten Ereignisse im Verein. So die Verleihung der Landkreismedaille in Gold von Landrat Georg Grabner an Sepp Winkler. Damit wurde nicht zuletzt Winklers unermüdlicher Einsatz für das Bergbaumuseum Achthal gewürdigt. Weiter erinnerte Eglseer an eine Führung durch die Alte Saline in Bad Reichenhall und an die traditionelle Maiandacht am ehemaligen Pulverturm (Almbauernkapelle) sowie an den schon erwähnten Achthaler Kirtag, bei dem der Gründung der Eisengewerkschaft vor 475 Jahren durch den damaligen Erzbischof Matthäus Lang von Salzburg gedacht wurde.

Die nächste Veranstaltung ist ein Vortrag am Freitag, 16. November, um 19.30 Uhr im Vortragsraum des Bergbaumuseums, bei dem Gernot Pültz über die Stilllegung der Saline Traunstein vor 100 Jahren spricht.

Teisendorfs Bürgermeister Franz Schießl bedankte sich bei der Vorstandschaft für ihre Bereitschaft, für das Museum tätig zu sein. Hier werde sehr viel für die Heimatkunde geleistet. Museen seien nur dann möglich, wenn die Arbeit von möglichst vielen Mitgliedern getragen wird. Der Museumsverein erfülle eine wichtige Aufgabe, er sei nicht nur ein Traditionsverein, er gehöre mit seinen vielfältigen Veranstaltungen auch zu den weichen Standortfaktoren in der Gemeinde. Schießl bedankte sich bei allen, die immer wieder dazu beitragen, dass die Arbeit im Museum positiv verläuft.