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Achentaler Geschäftsstellen bleiben auf Erfolgskurs

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Mit Spannung ist bei der Achentaler Kunden- und Mitgliederversammlung der Volks- und Raiffeisenbank Rosenheim-Chiemsee im voll besetzten Heftersaal die Analysen des Geschäftsjahrs 2014 erwartet worden. Entgegen der Negativmeldungen aus der internationalen Bankenwelt, konnte Geschäftsleiter Franz Schlechter ein positives Bild der Geschäftsstellen zeichnen. »Die Achentaler Geschäftsstellen bleiben weiterhin auf Erfolgskurs«, betonte er.


Bürgermeister Rudi Jantke bedankte sich für die gute Zusammenarbeit und betonte, dass die Bank Motor für Investitionen der Wirtschaft und des Gewerbes sei. Die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) sei eine große Herausforderung. Es sei zwar ganz angenehm, günstig an Kredite zu kommen. Auf Dauer sei dies aber keine gute Entwicklung.

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Franz Schlechter, Geschäftsführer der Hauptgeschäftsstelle Grassau, informierte, dass die Anzahl der Kunden im Geschäftsgebiet von 14 032 auf 14 225 gestiegen sei. Auch die Anzahl der Mitglieder nahm um fast 300 zu und die Anzahl der Girokonten stieg sogar fast um 500 auf nunmehr 13 500. Die Anzahl der Kundenkredite stieg von 131 auf 136 Millionen Euro und die Kundeneinlagen gingen von 234 auf 225 Millionen Euro zurück. Dies zeige, dass die Kunden ihr Geld besser anlegen. Ein Drittel der Investitionen wurde in Immobilien getätigt. Dauerrenner seien nach wie vor Lebens- und Rentenversicherungen, und auch die Anzahl der Bausparverträge sei gestiegen.

Der Bank gehe es gut und sie könne immer noch viele Gewerbesteuern an die Gemeinden in den Geschäftsstellen Grassau, Marquartstein, Schleching, Übersee und Unterwössen zahlen, so Schlechter. Durch die Fusion der Banken zwischen Rosenheim und Chiemsee sei auch die Steuerkraft gestiegen. Der Rückgang der Gewerbesteuerzahlung von 513 000 im Jahr 2013 auf 477 000 Euro im Jahr 2014 liege am Rückgang der Zinsen, da nicht mehr so viele Gewinne erzielt werden. »Wenn die Reserven aufgebraucht sind, so wird auch die Gewerbesteuer fallen«, prognostizierte Schlechter. Schließlich verwies er noch auf das soziale Engagement der Bank.

Viele Themen haben im Jahr 2014 bewegt, so Klaus Hatzel, Vorstand der VR-Bank Rosenheim-Chiemsee. 2014 erfolgte etwa die Umstellung des Zahlungsverkehrs auf SEPA, was eine große Herausforderung darstellte. Das Geschäftsgebiet umfasse 70 Geschäftsstellen und sei damit die größte Bank Bayerns und die neuntgrößte in Deutschland. Anhand der Kundenkredite konnte er belegen, dass keine Kreditklemme herrscht. Zur Zinsentwicklung sagte Hatzel, dass diese heute so niedrig wie noch nie sei. Die Verlierer seien die Sparer, aber auch die betrieblichen Altersversorger wie die Pensionskassen. tb

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