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Abwechslungsreiches Jahr für den Kreisjugendring

Seeon-Seebruck. Der Kreisjugendring (KJR) Traunstein blickte in seiner Herbstvollversammlung im Trachtenheim des GTEV »D' Alztaler« Truchtlaching auf ein abwechslungsreiches Jahr zurück. Höhepunkt waren die Oberbayerischen Jugendkulturtage, bei denen man sich in vielfältiger Weise engagiert habe, wie Vorstand Sepp Harbeck betonte.

Ein Sonderlob erhielt Hans Gastager von Harbeck für seine 42-jährige Tätigkeit als Jugendleiter bei den Pallinger Trachtlern und im Gauverband, für die er die Oberbayerische Bezirksmedaille erhalten habe. Gastager sei zudem seit 30 Jahren KJR-Delegierter.

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Es sei dringend notwendig, dass die Interessen der Jugendverbände auch gegenüber der Politik vertreten werden, betonte der CSU-Landtagsabgeordnete Klaus Steiner. So gelte es stets, Projekte zu bündeln und Gelder zu steuern. Schulen und Ausbildungsbetriebe könnten nicht alles auffangen, was im Elternhaus versäumt werde, deswegen komme der Jugendarbeit und dem Ehrenamt in den Vereinen und Verbänden eine so große Bedeutung zu, stellte Steiner klar und sicherte dem Kreisjugendring auch weiterhin seine Unterstützung zu.

Stellvertretender Landrat Josef Konhäuser lobte den Kreisjugendring für die hervorragende Betreuung der Kinder und Jugendlichen und bedankte sich für deren Engagement bei den Oberbayerischen Jugendkulturtagen im Juli. Der Landkreis habe sich dafür entschieden, die Zuschüsse 2013 von 165 000 auf 185 000 Euro zu erhöhen, »100 000 Euro davon gehen direkt an die Vereine weiter«, betonte Konhäuser und brach anschließend eine Lanze für die Olympia-Bewerbung 2022: »Die Winter-Olympia wäre eine Riesen-Chance für die Region, die wir nutzen sollten, dafür brauchen wir auch euch.«

Michaela Bauer von der Geschäftsstelle des Kreisjugendrings stellte den Haushalt 2014 vor. Für 2014 sei sogar ein Zuschuss von 200 000 Euro angesetzt. Da für die neue Geschäftsführung eine Vollzeitstelle eingeplant sei, werde sich dieser Ansatz erhöhen. Die Einnahmen aus dem Zeltverleih seien gesunken, da das Zirkuszelt und alle anderen Zelte weniger verliehen wurden. Stellvertretender Vorstand Georg Schmid sagte, dass der »Kreisjugendring nur arbeitsfähig sei, wenn er personell vernünftig ausgestattet ist«. Die notwendig gewordene Ganztagsstelle werde ausgeschrieben. Gleichzeitig müssten die ehrenamtlichen Netzwerke weiter gestärkt werden. Auch zusätzliche Einnahmen seien erforderlich. Ein Drittel des Budgets erwirtschafte der Kreisjugendring selbst, so Schmid. Der Haushalt wurde einstimmig angenommen.

Vorstand Harbeck bezeichnete den Jugendzeltplatz in Schützing als »schönsten Zeltplatz Oberbayerns«, dankte der Zeltplatzwartin Gaby Höfer und zeigte sich optimistisch, dass die Übernachtungszahlen weiter steigen. Die Zahl der Übernachtungen auf dem Zeltplatz habe sich in den letzten fünf Jahren verdoppelt, aktuell seien es über 8500. Die nicht zuletzt mit viel ehrenamtlicher Arbeit entstandene »Kultur-Arena« und das ganze Zeltplatz-Areal müssten auch nach den Oberbayerischen Jugendkulturtagen mit Leben erfüllt werden. Schmid zufolge werde man hinsichtlich der Gemeindestraße, die leider durch den Zeltplatz führe, zeitnah eine Lösung finden. Neben einer Lärmschutzwand werde auch ein Anschluss an die Biogasanlage angedacht, um Heizkosten einzusparen.

Stephanie Pickl stellte das Q3  – Quartier für Medien, Bildung und Abenteuer – vor. Der Medienfreiraum, ein Kooperationsprojekt von Freiraum Übersee, Q3 und dem Bezirksjugendring Oberbayern, stehe als Produktionsstätte im Freiraum Kindern und Jugendlichen aus der Region für ihre Medienproduktionen zur Verfügung. Bei der »Jugendwelle SO!FM« könnten Jugendliche immer donnerstags auf Bayernwelle Südost professionell Radio machen. Das Online-Magazin Jumpla.de biete Projekte der Jugend-Medienarbeit an. »JUMPLA« habe sich bei den Jugendkulturtagen sehr bewährt, so Pickl. mmü