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Abwassertechnisches Konzept bald erfüllt

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Die Kanalisierung der Ortschaft Niedling ist eines der größten Projekte, das die Stadtwerke 2014 umsetzen wollen. Damit erfüllt die Stadt Traunreut die Vorgaben des vor zehn Jahren beschlossenen, abwassertechnischen Konzepts. (Foto: Rasch)

Traunreut. Wenn im neuen Jahr in Niedling ein Abwasserkanal gebaut wird, werden alle zur zentralen Kanalisation vorgesehenen Ortsteile der Stadt Traunreut angeschlossen sein. Das bedeutet dann auch, dass die Vorgaben des vor zehn Jahren beschlossenen, abwassertechnischen Konzepts erfüllt sein werden. Wie der kaufmännische Leiter der Stadtwerke Willi Helmdach bei der Verabschiedung des Wirtschaftsplanes 2014 im Stadtrat erklärte, soll mit den Baumaßnahmen im Frühjahr begonnen werden.


Neue Klärschlammpresse

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Weitere vordringliche Maßnahmen, in die die Stadtwerke investieren werden, sind eine neue Klärschlammpressanlage in der Kläranlage Traunreut, die Erneuerung der Niederschlagswasserentsorgung in der Heinz-von-Stein-Straße in der Kernstadt und ein neues Brunnenhaus in Traunwalchen. Sollte, wie geplant, der Ausbau und die Verdichtung des Fernwärmenetzes vorangetrieben werden, können und die Komplettierung der Ringleitung (Wasserversorgung) in der Staatsstraße 2104 zwischen der Einmündung Hochreit und dem Wohngebiet »Schäfflinger Äcker« umgesetzt werden, müssten die Stadtwerke einen 2,4 Millionen-Euro-Kredit aufnehmen. Ungewiss ist vor allem die Erneuerung der Wasserversorgung zwischen Hochreit und dem Wohngebiet »Schäfflinger Äcker.« Nach Angaben von Helmdach würde diese Maßnahme nur im Zuge des geplanten Staatsstraßenbaus erfolgen. Der Landkreis Traunstein habe zwar signalisiert, den Ausbau in 2014 durchzuführen, eine konkrete Zusage liege aber noch nicht vor. Durch den Ausbau des Fernwärmenetzes und des Ringleitungsschlusses würde sich der Schuldenstand der Stadtwerke 2014 auf neun Millionen Euro erhöhen. In der Planungsübersicht sind bis 2017 keine weiteren Darlehensaufnahmen vorgesehen.

Der Wirtschaftsplan 2014, der einstimmig genehmigt wurde, gliedert sich in Erfolgsplan und Vermögensplan. Entsprechend der Berechnungen wird der Erfolgsplan mit einem Ertrag und einem Aufwand von 7,8 Millionen Euro schließen und der Vermögensplan in Einnahmen und Ausgaben mit 6,2 Millionen Euro. Die voraussichtlichen Investitionen werden sich bei knapp 5,6 Millionen Euro bewegen. Davon werden auf die Wasserversorgung 1,5 Millionen Euro entfallen und auf die Abwasserentsorgung und Fernwärmeversorgung jeweils rund 1,9 Millionen Euro. Bei den Betriebsausgaben in der Wasserversorgung rechnet man mit 1,6 Millionen Euro, bei der Abwasserversorgung mit etwa drei Millionen Euro und bei der Wärmeversorgung mit 3,1 Millionen Euro.

Fernwärmeverkauf

Im Erfolgsplan erwarten die Stadtwerke Umsatzerlöse in Höhe von 7,6 Millionen Euro. Jeweils 40 Prozent erwartet man sich durch den Fernwärmeverkauf und durch die Abwassergebühren und 20 Prozent vom Wasserverkauf.

Wie dem Wirtschaftsplan weiter zu entnehmen ist, werden die Stadtwerke knapp die Hälfte der Betriebseinnahmen für den Materialaufwand (Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe) ausgeben. Über 50 Prozent davon werden für den Wärmeeinkauf und für den Unterhalt der Rohrleitungen und Schächte, Stromkosten sowie maschinelle Anlagen ausgegeben. Die Personalkosten werden mit 1,3 Millionen Euro zu Buche schlagen. Nach Ansicht von Helmdach seien die Personalkosten mit umgerechnet knapp 18 Prozent des Gesamtaufwands vom Betriebsaufwand her in der Branche vergleichsweise außerordentlich niedrig. Zum Wasserpreis teilte er mit, dass dieser seit 17 Jahren unverändert sei und auch im neuen Jahr nicht angetastet werde. Die 2005 eingeführte Grundgebühr habe im letzten Jahr eine Preisanpassung notwendig gemacht, um die Betriebskosten zu decken. Die Preise gelten bis Ende 2015. Helmdach: »Dann kalkulieren wir wieder.« Zu den allgemeinen Preissteigerungen der Löhne, Betriebsmittel oder durch den Rückgang der Umsatzerlöse teilte er mit, dass die Stadtwerke diese durch betriebsinterne Optimierungen wenigstens teilweise ausgleichen konnten.

Unverändert bis Ende 2016 bleiben auch die Kanalgebühren, die zuletzt 2009 gesenkt wurden. Weniger erfreulich ist die Tatsache, dass die Wärmeabnehmer mit einer Nachzahlung rechnen müssen. Wie Helmdach mitteilte, sei durch die vergleichsweise kältere Witterung in 2013 im Vergleich zum Vorjahr die Wärmeabnahme gestiegen. Die Nachzahlung, die voraussichtlich Mitte Januar fällig wird, liege nicht an höheren Preisen, sondern am höheren Verbrauch. ga