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Abwassergebühren in Vachendorf steigen deutlich

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Vachendorf – Der Vachendorfer Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung neue Abwassergebühren beschlossen. Auch einige Änderungen bei der Planung für das Haus der Dorfgemeinschaft standen auf der Tagesordnung.


Vachendorf wird seine Abwassergebühren erhöhen müssen – so lautete das Fazit von Jean Stodden von der AGP Kommunikationsberatung. Die Kanzlei hatte die Neuberechnung der Gebühren durchgeführt. Es gelte, die Unterdeckung aus den vergangenen vier Jahren von 37 000 Euro abzuarbeiten, so Stodden, der einen Vier-Jahres-Plan entworfen hatte.

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Bürgermeister Rainer Schroll (SPD) sagte nach der Präsentation, dass es sich zwar um eine deutliche Kostensteigerung handle, diese aber dennoch nicht so schlimm sei, wie befürchtet. Derzeit verlangt Vachendorf eine Grundgebühr von 15 Euro beziehungsweise 30 Euro für Großverbraucher und eine Verbrauchsgebühr von 1,83 Euro pro Kubikmeter Wasser. Nach dem neuen Beschluss wird die Grundgebühr nun ab dem 1. Juli bei 30 beziehungsweise 60 Euro liegen und die Verbrauchsgebühr bei 2,32 Euro. Der Beschluss wurde einstimmig angenommen.

Weiterhin stimmten die Gemeinderäte über Änderungen an den Planungen für das Haus der Dorfgemeinschaft ab, die von Nachbarn angeregt worden waren. Dabei ging es um die Gestaltung einer Fassadenseite, die nun farblich verziert werden soll – zum Beispiel mit aufgemalten Fenstern. Außerdem soll die Außentür eines der geplanten Räume durch ein Fenster ersetzt werden, um zu vermeiden, dass Raucher sich an dieser Seite des Hauses aufhalten. An der Nordseite soll zudem statt eines Zauns eine etwa 1,70 hohe Lärmschutzmauer gebaut werden. Geplant sind mit Steinen gefüllte Drahtkörbe.

Ein bisher als Jugendraum deklarierter Raum im Haus der Dorfgemeinschaft wird fortan als »Bastelraum« bezeichnet und soll von örtlichen Vereinen zu diesem Zweck genutzt werden. Auch bat ein Nachbar, der Abstandsflächen übernimmt, um die Zusage, dass diese von der Gemeinde ebenfalls übernommen würden, falls er einmal auf seinem Grundstück baue. Den Planänderungen stimmte der Gemeinderat mit der Gegenstimme von Walter Ponath (CSU) zu. Schroll kündigte an, dass die Gemeinde am 16. Mai um 14 Uhr eine Infoveranstaltung im zukünftigen Haus der Dorfgemeinschaft plant.

Einstimmig einigten sich die Gemeinderäte weiterhin auf einen Zuschuss für eine private Fassadensanierung eines denkmalgeschützten Hauses in Vachendorf und auf die zukünftige Mitgliedschaft der Gemeinde im Verbund Euregio Salzburg – Berchtesgadener Land – Traunstein. Bürgermeister Rainer Schroll gab außerdem bekannt, dass in einer der beiden Wohnungen, die Vachendorf für Asylbewerber zur Verfügung stellt, inzwischen eine Flüchtlingsfamilie lebt.

Agnes Göhle (SPD) regte an, im Rahmen des Jahres der Biene eine Blumenwiese anzupflanzen. Schroll, selbst ehemaliger Hobbyimker, nahm den Vorschlag auf. Die Gemeinde sucht nun nach einem passenden Gelände. naw