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Abwassergebühren in Reit im Winkl gesenkt

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Reit im Winkl. Um zehn Cent wird in der Gemeinde Reit im Winkl der Beitrag für einen Kubikmeter Abwasser sinken. Dies beschloss der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung. Damit zieht die Gemeinde die Konsequenz aus den vergangenen Jahren, in denen festgestellt worden war, dass die Menge des Abwassers zwar zurückging, aber weitere Faktoren diese Vergünstigung jetzt ermöglichten. Berechnet wird in den nächsten vier Jahren für den Kubikmeter Abwasser also statt bisher 1,85 Euro nur noch 1,75 Euro. In der Sitzung wurden darüber hinaus weitere Satzungsänderungen beschlossen.


Jeweils über vier Jahre währt ein Beobachtungszeitraum, in dem die tatsächliche Abwassermenge festgestellt wird, um dadurch herauszufinden, wie hoch die Beiträge und Gebühren festgelegt werden müssen, damit sich in diesem Haushaltsbereich auch künftig die Ausgaben und die Einnahmen die Waage halten. Dieser Beobachtungszeitraum läuft nun zum 1. Juli aus. Die Tatsache, dass die eingeleitete Abwassermenge abnehme, müsse eigentlich dazu führen, dass für den Verbraucher die Kosten steigen, hieß es in der Sitzung. Sehr positiv wirke sich dagegen auf die Gesamtkalkulation aus, dass mittlerweile die rund 20 Jahre alte Kläranlage abbezahlt sei und sich auch das niedrige Zinsniveau für den Anschlussnehmer positiv auswirke.

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Bürger erneut finanziell entlastet

Konkret bedeute dies, dass ein Rückgang um zehn Cent vertretbar sei. Dieser Preis gilt für die nächsten vier Jahre. Gesenkt werden konnten in diesem Zusammenhang auch die Sätze für die Grundgebühr, die nach eingeleiteter Menge gestaffelt ist: So werden von der Gemeinde bis Ende 2016 für eine Menge bis 2,5 Kubikmeter je Stunde an Grundgebühr statt bisher 60 Euro nur noch 57 Euro in Rechnung gestellt (bis 6 Kubikmeter pro Stunde 84 statt 90 Euro und über 6 Kubikmeter pro Stunde 114 anstatt 120 Euro.

Bei dieser Gelegenheit betonten einige Gemeinderäte, dass mit diesem Beschluss erneut die finanziellen Belastungen für die Bürger herabgesetzt wurden. In den vergangenen Jahren wurden bereits die Wassergebühren und der Fremdenverkehrsbeitrag gesenkt, wobei auch der Schuldenstand der Gemeinde in der laufenden Legislaturperiode um 30 Prozent reduziert wurde.

Geändert wurde ferner die Satzung über die Erhebung einer Zweitwohnungssteuer, dabei wurden die Bestimmungen für Dauercamper präzisiert. Hier war es in der Vergangenheit immer wieder zu unterschiedlichen Interpretationen gekommen, was durch die Neufassung nicht mehr möglich sein soll.

Neue Verordnung für öffentliche Parkflächen

Ebenso einstimmig beschlossen die Gemeinderäte eine Novellierung der Verordnung zur Nutzung der öffentlichen Parkflächen. Hier will man im Winter Skilehrern und Wanderführern 30 vergünstigte Stellplätze hinter dem Hallenbad zur Verfügung stellen. Auch hier war es immer wieder zu Differenzen gekommen, da der Kreis der Begünstigten häufig variierte. Die Gemeinde klagt hier über Missbrauch, in der Verwaltung häuften sich zahlreiche schriftliche Beschwerden. Dies nahm man jetzt zum Anlass, die Verordnung zu überarbeiten, um in Zukunft also nur noch die entsprechende Zielgruppe gegen Nachweis in den Genuss dieser 20 Euro teuren Parkscheine für den gesamten Winter kommen zu lassen.

Abschließend wurden vom Gemeinderat die Stimmbezirke für die bevorstehenden Wahlen, die Landtags-, die Bundestags- und die Kommunalwahl im März 2014 festgelegt und auch der Gemeindewahlleiter bestimmt: Michael Englert, Geschäftsleiter der Verwaltung. Sein Stellvertreter ist der Verwaltungsfachangestellte Bernhard Plank. ost