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Abschluss in der Traunreuter Jugendsiedlung

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Traunreut. In der Berufsschule der Jugendsiedlung Traunreut zur sonderpädagogischen Förderung wurden 32 Teilnehmer der berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen, acht Absolventen der Berufsfachschule für Sozialpflege und 45 Auszubildende nach abgeschlossener überbetrieblicher Berufsausbildung verabschiedet. Ein Teil der Absolventen hat für die Zeit nach der Ausbildung bereits einen Arbeitsvertrag in der Tasche, manche sind schon in Arbeit, andere suchen noch eine passende Stelle.


Die Absolventen der Berufsfachschule für Sozialpflege und Teilnehmer der Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen (BVB) wurden mit kleinen Geschenken und den besten Wünschen für die Zukunft verabschiedet. Einige beginnen demnächst eine betriebliche Ausbildung, andere bleiben in der Jugendsiedlung und absolvieren dort eine überbetriebliche Ausbildung in dem Beruf, den sie sich während der Maßnahme ausgesucht haben. Besonders geehrt wurde Florian Wild, der im Zuge der BVB-Maßnahme seinen Hauptschulabschluss nachholte und als Bester abschnitt.

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45 Auszubildende, die in der Jugendsiedlung eine überbetriebliche Berufsausbildung abgeschlossen haben, wurden ebenfalls feierlich entlassen. Darunter waren Absolventen der Ausbildung zum Dienstleistungshelfer Hauswirtschaft, Fachpraktiker für elektrotechnische Systeme, Fachlagerist, Friseur, Hochfachwerker, Koch/Beikoch, Maler, Metallbauer, Recyclingmonteur, Werker im Garten- und Landschaftsbau und Werker im Zierpflanzenbau. Unter den Werkern im Zierpflanzenbau wurde Michael Seywald als Jahrgangsbester geehrt. Von den 45 Absolventen steht bei sechs das Prüfungsergebnis noch aus, neun wissen bereits, dass sie nicht bestanden haben, können die Prüfung aber wiederholen. 17 ehemalige Auszubildende haben bereits eine Arbeitsstelle oder sind schon in Arbeit.

Der Vorsitzende der Jugendsiedlung Traunreut, Georg Mehler, lobte die Absolventen: »Ihr könnt stolz auf euch sein, das war eine tolle Leistung.« Nun heiße es für viele von ihnen, die Jugendsiedlung verlassen, die ihnen über Jahre zur Heimat geworden war.

Schulleiter Ulrich Genghammer meinte, Lehrer, Ausbilder und Eltern hätten in den vergangenen Jahren versucht, die Jugendlichen mit Erfahrung und Wissen auszustatten, sodass sie gut gerüstet in ihre berufliche Zukunft starten können. »Die erreichte Qualifikation bleibt ein Leben lang, die kann euch niemand mehr nehmen«, betonte der Schulleiter.

Astrid Stocker-Reichl, Leiterin des Bereichs Ausbildung, griff das Thema Fußball auf. Die Absolventen hätten lange trainiert, einige Niederlagen einstecken müssen, auch mal eine Gelbe oder Rote Karte, aber mit dem großen Ziel Abschluss vor Augen durchgehalten bis zum Schlusspfiff. Mit dem Gesellenbrief als Ticket für eine gute Arbeitsstelle seien sie nun für ihren weiteren Weg gut gerüstet.

Und auch die Teilnehmer der Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen, die in dieser Zeit viele Berufe kennenlernen konnten, seien auf einem guten Weg, da viele von ihnen ab September eine Berufsausbildung beginnen.

2. Bürgermeister Hans-Peter Dangschat hob hervor, dass die Berufsschule der Jugendsiedlung seit Jahrzehnten fester Bestandteil der Stadt und der Schullandschaft ist. Auch der Verein Jugendsiedlung leiste wichtige Beiträge zum Leben in Traunreut unter anderem durch die Eröffnung des Hauses für Kinder, das hervorragend angenommen werde.

Christian Litwinschuh von der Agentur für Arbeit Traunstein meinte zu den Auszubildenden, die Ausbildung sei ein gutes Teamwork gewesen, bei dem auch die Agentur für Arbeit seinen Beitrag leistete.

Die Absolventen hielten in einem kleinen Video Rückblick auf die Zeit in der Jugendsiedlung. So manchen von ihnen fiel der Abschied sichtlich schwer. mix

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