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Abschiedsstimmung im Bergener Gemeinderat

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Mit großer Herzlichkeit und Anerkennung für großes ehrenamtliches Engagement verabschiedete Bürgermeister Bernd Gietl (links) in der letzten Sitzung des alten Gemeinderats die nicht mehr amtierenden Räte (von links) Sabine Babl, Thomas Eberl, Maria Kraus-Osenstetter und Christian Buchner. Nicht mehr im Gemeinderat ist Toni Wimmer, der nicht anwesend sein konnte. (Foto: Humm)

Bergen. Ein bisschen Wehmut schwang mit bei der letzten Sitzung des alten Bergener Gemeinderats – aber es gab auch einiges zum Schmunzeln.


Bürgermeister Bernd Gietl ehrte die ausgeschiedenen Räte, bedankte sich für das ehrenamtliche Engagement und überreichte an die fünf Gemeinderäte je eine Ehrenurkunde und ein Geschenk: Maria Kraus-Osenstetter (Bündnis 90/Die Grünen) gehörte dem Gremium 18 Jahre lang an und war die gemeindliche Jugendbeauftragte. Christian Buchner (ÜW) und Thomas Eberl (CSU) gehörten dem Gemeinderat je sechs Jahre an; Sabine Babl (Grüne) war im vergangenen Jahr für Peter Viehhauser nachgerückt, der aus gesundheitlichen Gründen ausgeschieden war. Nicht mehr im Gemeinderat ist auch Toni Wimmer (CSU), der bei der Sitzung jedoch nicht anwesend sein konnte. Seine Verabschiedung wird nachgeholt.

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Auch für Bürgermeister Bernd Gietl war es nach zwölf Amtsjahren die letzte Sitzung. Seine beiden Stellvertreter, 2. Bürgermeister Josef Gehmacher und 3. Bürgermeister Josef Schweiger, der zum neuen Bergener Bürgermeister gewählt wurde, sprachen Dankesworte aus und kündigten die offizielle Verabschiedung Gietls für den 30. April, 18 Uhr, im Rathaus Bergen an. Bei dieser Feierstunde wird auch der neue Bürgermeister ins Amt eingeführt.

Die vier Damen von den Grünen, Monika Mitterer, Maria Kraus-Osenstetter, Kathi Hallweger und Sabine Babl überraschten Gietl mit einem Korb voller Kräuter. Dazu verlas Mitterer in Versform eine humorvolle Abschiedsrede, die Gietl überraschte und sichtlich erfreute.

Am selben Tag war der Bürgermeister bereits von Schülern und Lehrern der Bergener Grund- und Mittelschule mit einer liebevoll gestalteten Feierstunde verabschiedet worden. Lehrer hatten Lieder und Gstanzl gesungen und die Schüler ein kleines Theaterstück aufgeführt. »Ich habe mich sehr gefreut und war gerührt«, berichtet Gietl dem Gremium.

Danach ging der Rat zur Tagesordnung über und sprach sich für die Aufstellung des Bebauungsplans »Sondergebiet Campingplatz« aus. Der Beschluss war notwendig, da der Campingplatzinhaber in dem Areal zehn Chalets erstellen ließ. Die behördlichen Stellungnahmen waren alle positiv; es gab keine Einwände. Herbert Berger (ÜW), 2. Vorsitzender des Heimat- und Tourismusvereins, begrüßte die Initiative des Campingplatzinhabers, denn Chalets seien eine willkommene Bereicherung für den Tourismus.

Bewilligt wurde auch der Antrag auf Genehmigungsfreistellung zum Neubau eines Einfamilienhauses mit Carport auf einem Grundstück an der Enzianstraße.

Gietl informierte die Räte außerdem über die zu untersuchende Entwässerung im Ortsteil Weißachen. Er empfahl, ein Ingenieurbüro zu beauftragen, da die alte Planung aus den 80er Jahren sei. Die Räte erteilten dazu ihr Einvernehmen. Weiter teilte Gietl mit, dass der gemeindliche Kindergarten und die Kinderkrippe für das neue Kindergartenjahr voll belegt seien.

Abschließend wendete sich der scheidende Bürgermeister noch einmal an die Räte und beendete seine letzte Sitzung mit  einem  herzlichen  Dank für die gute Zusammenarbeit über die Fraktionsgrenzen hinweg. OH