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Abschied vom aktiven Dienst in der Feuerwehr

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Aus dem aktiven Dienst der Feuerwehr Grassau wurden Ehrenkommandant Alfred Körner (links) und der Vorsitzende des Feuerwehrvereins, Peter Ritzer, verabschiedet. (Foto: T. Eder)

Grassau – Peter Ritzer und Ehrenkommandant Alfred Körner kommen gemeinsam auf 91 Jahre aktiven Dienst in der Feuerwehr. Mit dem Erreichen des 63. Lebensjahres wurden beide nun aus dem aktiven Dienst entlassen. Im Feuerwehrgerätehaus in Grassau würdigte Kommandant Alfred Maier mit viel Humor die zwei »Grauen Panther«, die nur nach dem bayerischen Gesetz, nicht aber in seinen Augen, als zu alt für den aktiven Dienst gelten.


Peter Ritzer ist seit 23 Jahren Vorstand des Vereins

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Maier erinnerte daran, dass Peter Ritzer bereits 1969 in die Feuerwehr eingetreten sei. Von 1984 bis 1991 war er Stellvertretender Vorsitzender des Feuerwehrvereins und übernahm danach den Vorsitz. Seit 23 Jahren leitet Ritzer in dieser verantwortungsvollen Position die Geschicke des Vereins. Maier betonte, Ritzer habe in dieser Funktion wichtige Aufgaben zu bewältigen gehabt. Vor allem das gesellschaftliche Leben der Feuerwehr oblag ihm und er musste Sorge um eine funktionierende Kameradschaft unter den Aktiven tragen. Schließlich seien die fast 70 Aktiven im Grunde fremde Menschen, die über Aktionen und Veranstaltungen zusammengeschweißt werden müssen, so Maier. Die Funktion des Vorsitzenden kann Ritzer auch weiterhin ausüben, nicht aber den aktiven Dienst. Wie Maier informierte, ist mit dem 63. Lebensjahr der aktive Dienst in der Wehr zumindest in Bayern beendet. Ritzer habe an vorderster Stelle sowohl den Bau des neuen Feuerwehrgerätehauses, wie auch die Beschaffung vieler Feuerwehrfahrzeuge mitverantwortet. Die Veränderungen in der Wehr waren von den 45 Jahren des aktiven Dienstes von Peter Ritzer gravierend. Eine Statistik zeige, dass die Wehr 1988 gerade einmal zu 50 Einsätzen unterwegs war. Nun sind es fast dreimal so viele. Alfred Körner trat 1968, also vor 46 Jahren in die Werksfeuerwehr der Firma Körting ein. Als die Körting-Werke aufgelöst wurden, wechselte Körner 1981 in die Grassauer Wehr. Fünf Jahre später übte Körner das Amt des Zweiten Kommandanten aus und wurde im November 1998 zum Kommandanten der Feuerwehr bestellt. Das blieb er bis 2010 und wurde anschließend zum Ehrenkommandanten ernannt.

Große Anschaffungen habe Körner mitbetreut, so das Tanklöschfahrzeug, die Hubrettungsbühne und auch den Gerätewagen. Auch an der Neuanschaffung des Löschfahrzeugs 1 war Körner beteiligt. Körner habe, so Maier, über viele Jahre dafür gesorgt, dass die Grassauer Floriansjünger Tag und Nacht einsatzbereit waren.

Für die beiden gibt es sicher noch Aufgaben

Mit 63 Jahren sich nun komplett zurückziehen, damit zeigte sich Maier nicht einverstanden. Man werde sicher noch einige Aufgabenfelder finden, die die beiden altgedienten Herren ausüben können, auch wenn sie an den Einsätzen nicht mehr aktiv teilnehmen dürfen. Maier dankte den beiden für alles und betonte, dass beide bei jeder Übung und bei jedem Kameradschaftsabend willkommen seien.

Dem Dank schloss sich Bürgermeister Rudi Jantke an, der betonte, dass die Leistung beider für die Bürger enorm wichtig war. Mit hohem Freizeitaufwand hätten sich beide große Anerkennung verdient. An Körner gewandt, betonte er, je zwölf Jahre als Zweiter und als Erster Kommandant seien eine sehr große Leistung. Er lobte auch Ritzer, der dem Verein seit 23 Jahren verantwortlich vorsteht. Da Körner nun auch Gemeinderat sei, werde er sicher auch hier die Belange der Feuerwehr vertreten. Entgegen aller Befürchtungen hielten sich seine Wortbeiträge auch im zeitlichen Rahmen, so Jantke mit einem Augenzwinkern.

Es sei ihm eine Freude gewesen, in der Grassauer Feuerwehr tätig zu sein, so Alfred Körner. Zu 99 Prozent sei es eine schöne Zeit gewesen, meinte der Ehrenkommandant. Er habe das Glück gehabt, hervorragende Menschen kennenzulernen und einen hervorragenden Vorstand gehabt zu haben. Auch appellierte er an die Aktiven, die Kameradschaft hochzuhalten und den Zusammenhalt zu bewahren. tb