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Abriss war unumgänglich

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Bergen. In der jüngsten Sitzung des Gemeinderates informierte Bürgermeister Bernd Gietl die Räte über den Abriss der ehemaligen Jugendherberge. Er sagte, im Jahr 2003 habe das Deutsche Jugendherbergswerk der Gemeinde mitgeteilt, dass eine Sanierung des Gebäudes aufgrund dessen maroden Zustandes nicht mehr in Betracht komme. Nach zähen Verhandlungen konnte das Haus vor etwa zehn Jahren günstig für 175 000 Euro mit einer Grundstücksfläche von 2538 Quadratmeter erworben werden.


Beim jetzigen Abriss stellte sich laut Gietl ein katastrophaler Zustand des Gebäudes heraus. Der Dachstuhl war verfault, das gesamte Holz war vom Wurm befallen und tragende Mauerwerksteile erfüllten ihre statische Aufgabe nicht mehr. Damit hätten sich die Aussagen der zuvor zu Rate gezogenen Fachleute – Architekt und Handwerker – zu 100 Prozent bestätigt. Eine Sanierung wäre ein finanziell nicht kalkulierbares Risiko gewesen. Der Abriss sei absolut notwendig gewesen. An der Stelle, an der zuvor das Haus stand, sind Parkplätze für Beschäftigte der Gemeinde geplant, sagte Gietl weiter.

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Ein weiterer Tagesordnungspunkt war die Gestaltung des neuen Rathauses. Das Gremium schloss sich einvernehmlich den Empfehlungen des Rathausausschusses an. So erhält der neue Sitzungssaal einen Teppichboden und wird mit einer Lüftung ausgestattet. Die neuen Tische werden hufeisenförmig angeordnet, auf den Fluren werden Fliesen verlegt.

Ferner billigte der Gemeinderat die Erweiterung des Flächennutzungsplanes »Bergen« für den Bereich der Grundstücke Ramberger Weg und im Umfeld der Enzianstraße. Geschäftsführer Andreas Schultes verlas dazu die eingegangenen Stellungnahmen von Fachbehörden. Diese verwiesen dabei vor allem auf die dingliche Sicherung der Ausgleichsflächen. Das Wasserwirtschaftsamt Traunstein forderte noch ein Gutachten zur Abschätzung der Hochwassergefahr an. Dem schloss sich noch die Änderung der Bebauungspläne »Bergen – Dorf« und »Weißachen« an. Auch diese billigte das Gemeindegremium.

Zustimmung gab es auch für den Antrag auf Anbau eines Zweiraum-Tretmiststalles an das Gebäude in Unterwald 1. Bürgermeister Gietl hatte vor der Abstimmung das Vorliegen der Privilegierung bestätigt. Ebenfalls positiv beschieden wurde der Antrag auf Abbruch und Neubau eines überdachten Stellplatzes mit Geräteschuppen auf einem Grundstück in Holzhausen. Die Räte vertraten die Meinung, ein Bestand sei bereits vorhanden, dieser werde nun etwas größer. Außerdem sei das Grundstück groß genug und die Bebauung würde niemanden stören.

Dank und Anerkennung sprach der Bürgermeister dem örtlichen Gartenbauverein für die tolle Gestaltung des Osterbrunnens am Dorfplatz aus. Gietl gab außerdem noch bekannt, die Initiativgruppe werde das Projekt »Wasserkraftwerk« am Schipflweiher mit Unterstützung der Gemeinde weiterführen. OH