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Abfallwirtschafts- und Gebührensatzung geändert

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Auch Kaffeesatz darf in die Biotonne. Die hygienischste Lösung ist, den Kaffeerest sowie auch alle anderen Bioabfälle zunächst in eine Papiertüte zu geben, bevor man sie dann in die Biotonne wirft. Ein Starterset an Papiertüten, die es im Einzelhandel zu kaufen gibt, wurde bei der Auslieferung der Biotonnen durch den Landkreis Traunstein mitgeliefert. (Foto: Rasch)

Durch die Einführung der Biotonne im Landkreis Traunstein zum 1. Dezember wurden eine Anpassung und eine Abänderung der Abfallwirtschafts- und Gebührensatzung des Landkreises notwendig. Die bereits von der Regierung von Oberbayern geprüfte und vom Umweltausschuss des Kreistags empfohlene Neufassung wurde jetzt auch vom Kreistag in der Jahresabschlusssitzung im k1 in Traunreut (wir berichteten) einstimmig und ohne Diskussion genehmigt.

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Unter anderem musste in dem Regelwerk neu verankert werden, dass die Biotonne eingeführt und die Abfuhr geregelt ist. Rund 36 000 Biotonnen, die 14-tägig geleert werden, wurden an die Haushalte im Landkreis Traunstein ausgeliefert. Zur herkömmlichen Mülltonne unterscheidet sich die Biotonne durch einen grauen Rumpf und einen braunen Deckel. Die üblichen Größen sind die 80-Liter- und die 120-Liter-Tonne. Mit der Auslieferung der Biotonnen wurden alle mit einem Starterset an Papiertüten bestückt.

Was darf in die Biotonne rein, was nicht? Alle Biotonnen hat das Landratsamt auch mit einem Flyer bestückt, der Aufschluss darü-ber gibt, welche Bioabfälle in der Biotonne gesammelt werden. Hinein dürfen: Verdorbene Lebensmittel, Speisereste (roh oder gekocht), auch Fleisch, Knochen oder Fisch, außerdem Obst- und Gemüsereste, Schalen von Südfrüchten, Kaffeesatz und -filter, Nussschalen, Brot- und Gebäckreste, Eierschalen, Topfpflanzen, Schnittblumen, Garten- und Grüngutabfälle, Gras- und Heckenschnitt, Laub, Unkraut, Pflanzenreste, Fallobst, Sägemehl, Holzwolle, Stroh und Heu.

Auf keinen Fall in der Biotonne entsorgt werden dürfen Plastiktüten (auch kompostierbare), verpackte Lebensmittel, Tierkadaver, Zigaretten, Asche, Glas, Kunststoff, Metalle, Windeln, Staubsauger-Beutel, Problemmüll und Hygieneartikel.

Wie Landrat Siegfried Walch erklärte, werden die Kosten für die Biotonne entsprechend einer Grundsatzentscheidung des Kreistags im Abfallgebührenhaushalt über die bestehende Restmüllgebühr und die vorhandene Gebührenrücklage abgedeckt. »Die Biotonne kostet dem Nutzer nichts, aber dem Landkreis insgesamt«, so Walch.

Vorgelegt und von Walch als gesetzlicher Vertreter des Gesellschafters abgesegnet, wurde auch der Jahresabschluss der Wohnungsbau GmbH des Landkreises Traunstein 2019. Die Bilanzsumme weist eine Summe von 43,4 Millionen Euro auf. Der dafür zu entrichtende Steuersatz liegt nach Angaben des Landrats bei 30 Prozent. Die Erfolgsrechnung weist bei den Erträgen 4,9 Millionen Euro und bei den Aufwendungen 4,5 Millionen Euro auf. Damit ergibt sich ein Jahresüberschuss von rund 400 000 Euro. Der Bilanzgewinn wird mit 40 000 Euro der satzungsmäßigen und mit 360 000 Euro der freien Rücklage zugeführt.

Seinen ausdrücklichen Dank richtete der Landrat an Aufsichtsrat und an den Geschäftsführer, Marcus Diep-linger, aber auch im Besonderen an die Mitarbeiter der Gesellschaft, die sich täglich um die Mieter in den über 360 Wohnungen mit all ihren Sorgen und Belangen kümmern. Der Großteil der Wohnungen seien Sozialwohnungen und damit preisgebunden und kämen somit den breiten Schichten der Bevölkerung zugute.

Einverstanden erklärte sich das Gremium damit, dass Sabine Pandey an Stelle von Barbara Groß als stellvertretende Beraterin in den Jugendhilfeausschuss bestellt wird.

ga

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