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Abenteuer auf dem Mond

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Sophia Ritzmann als Peterchen (von links), Jeaninne Schulte als Sumsemann und Katharina Krause als Anneliese  sind  zusammen  auf dem Mondberg und glücklich, dass Sumsemann sein sechstes Beinchen wieder hat. (Foto: Heel)

Traunreut – Seit über 20 Jahren begeistert das Kinder- und Jugendtourneetheater »Theater auf Tour« kleine und große Theaterbesucher im gesamten deutschsprachigen Raum. So auch jetzt im ausverkauften k1, wo die Truppe das Märchenspiel »Peterchens Mondfahrt« aufführte. Geschrieben von dem Ex-Offizier und Dramatiker Gerdt von Bassewitz (1878 bis 1923), wurde das Stück 1912 in Leipzig uraufgeführt und wurde drei Jahre später auch in Buchform veröffentlicht.


Es beginnt mit der traurigen Geschichte des furchtsamen Maikäfers Sumsemann, dem sein sechstes Beinchen abhanden gekommen ist. Um es zurück zu bekommen, braucht Sumsemann die Hilfe zweier kluger Kinder, die noch nie ein Tier gequält haben. Diese zwei findet er in Peterchen und Anneliese, die gerade mit ihrem Großvater Camping-Urlaub machen. Denn kaum haben die beiden Sumsemanns Geschichte gehört, wollen sie ihn auf dem abenteuerlichen Flug zum Mond begleiten, wo der böse Mondmann das Beinchen im Besitz hat.

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Unterstützt werden sie dabei vom Sandmännchen, das mit ihnen zum Schloss der Nachtfee reitet, die zum Fest der Naturgewalten geladen hat. Hier haben sich bereits die Sonne, der Donnermann, die Blitzhexe, der Regenfritz und die Wolkenfrau eingefunden zum Fest der Kostüme und Effekte. Als die gütige Nachtfee Sumsemanns Geschichte hört, bittet sie die Naturgewalten, die drei Mondfahrer nach Kräften zu unterstützen.

Diese landen nach einem wilden Ritt auf dem Mond, wo sie vom Sandmännchen mit der Mondkanone zum Domizil des Mondmanns geschossen werden. Denn dort befindet sich die Birke, an der Sumsemanns sechstes Beinchen hängt. Nur dumm, dass der Mondmann ein wirklich übler Typ ist, der die Kinder als willkommene Speise betrachtet. Doch in letzter Sekunde greifen Donnermann & Co. ein und überwältigen den Bösewicht. Und so kriegt Sumsemann endlich sein Beinchen wieder, und alle drei kehren wohlbehalten zur Erde zurück.

Von Regisseur Marco Böß so liebevoll wie kurzweilig inszeniert, war die Aufführung ein echtes Familienerlebnis, zumal die Kinder immer wieder in das turbulente Geschehen miteingebunden wurden und hellauf begeistert waren vom kraftvollen Spiel des Ensembles (alle in Mehrfachrollen), von den fantasievoll gezeichneten Figuren, dem eindrucksvollen Bühnenbild und den imposanten Kostümen. sw