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Abbiegende Autofahrer müssen Radler durchlassen

Teisendorf. Mit der unübersichtlichen, gefährlichen Kreuzung zwischen der Sollinger Straße in Rückstetten im Bereich der Einmündung in die Kreisstraße BGL 12 und dem Radweg entlang dieser Kreisstraße beschäftigte sich nun erneut der Bau- und Umweltausschuss Teisendorf.

Die gefährliche Kreuzung zwischen Sollinger Straße in Rückstetten und dem neuen Radweg entlang der Kreisstraße BGL 12: Der Radverkehr hat hier eindeutig Vorfahrt, wie das Landratsamt mitteilte. (Foto: Mergenthal)

Die Rücksprache der Gemeinde mit dem Landratsamt hat laut Bauamtsleiter Peter Steinmaßl ergeben, dass Radfahrer bei einem durchgehenden Geh- und Radweg, wie er in Rückstetten besteht, Vorrang haben. Diesen Vorrang dürfe und könne man dem Radfahrer nicht nehmen. Einer Beschilderung mit »Radweg Ende« oder »Gefährliche Einmündung« stimme das Landratsamt nicht zu.

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Schlechte Sichtverhältnisse, bedingt durch die Lärmschutzwand, würden hierfür nicht als Begründung akzeptiert. Im Notfall könnten Fußgänger und Radfahrer bei der Überquerung der Sollinger Straße auf der Mittelinsel anhalten. Alle Fahrzeughalter seien verpflichtet, dem Radverkehr Vorfahrt zu gewähren und sich in den Kreuzungsbereich hinein zu tasten.

Wer abbiegen wolle, müsse nach den Grundregeln der Straßenverkehrsordnung entgegenkommende Fahrzeuge durchfahren lassen. Bürgermeister Schießl meinte dazu, dies sei die »reine Lehre«; die Praxis sehe leider anders aus. Dem pflichtete Gernot Daxer bei. Georg Wetzelsperger zeigte kein Verständnis für die gängige Praxis der Autofahrer, die meinen, sie seien gegenüber den Radfahrern im Vorrecht: »Überall in der Stadt funktioniert es. Jetzt haben wir einen einzigen Radlweg und es funktioniert nicht.« Der Bürgermeister schlug vor, auszuprobieren, ob die bereits beschlossene rote Markierung des Radwegs im Fahrbahnbereich der Sollinger Straße eine Besserung bringt. Die Markierung soll in Kürze angebracht werden.

Einstimmige Satzungsbeschlüsse fasste der Ausschuss für die Bebauungspläne »Oberteisendorf-Feuerwehrhaus« und »Straßland«. In Solling war eine Änderung für den Bereich der Schreinerei zur Errichtung eines Wohnhauses erforderlich. Der Bau- und Umweltausschuss billigte den Entwurf mit den beschlossenen Änderungen. Ein erneutes Anhörungsverfahren zu den Änderungen ist erforderlich.

Beim Feuerwehrhaus Oberteisendorf wurde die Planung geändert, weil nach der ursprünglichen Bebauungsplanänderung bestehende Leitungen der Bayernwerk AG und der Surgruppe überbaut werden sollten. Die geänderte Planung berücksichtigt diese Leitungen.

Die Ortsabrundungs- und Einbeziehungssatzung »Roßdorf« wurde am südwestlichen Ortsrand erweitert, damit eine Schreinerei eine Garage beziehungsweise einen Lagerraum errichten kann. vm