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A zünftige Musi, Theater und Volkstänze

Die »Wahoizner Sänger« mit Anderl und Alfons Osenstätter, Hans Hoiß und Sepp Holzleitner gefielen mit lustigen und hintersinnigen Liedern, wie »Ös Manna und es Weiberleit«, dem bekannten Lied vom »Oberlandler Bauer« oder »Fahr'n ma hoam.« Flotte, von Geigentönen dominierte Tanzlmusik spielten die »Hanslgeiger«, ein Sextett mit Hans Posch und fünf, mit ihm musizierenden Damen. Genüssliches für die Ohren bot auch die »Hausmusi Niederbuchner« mit ihren Stücken. Als Spezialisten kraftvoller und mitreißender Blasmusik erwies sich die »Oid- und Jung-Blech«, die generationsübergreifende Nußdorfer Kapelle. Steffi Brunner führte durch das Programm und erfreute mit Gedichten und Geschichten. Die Buam und Dirndln der Kinder- und Jugendgruppe des Trachtenvereins zeigten ihr tänzerisches Können mit dem »Kikeriki«, »Hiatamadl« und »Dätscher« und die Jüngsten plattelten den »Heisei«. Die Jugendgruppe präsentierte das »Mühlradl« und den Laubentanz.

Die Theatergruppe erfreute das Publikum mit dem amüsanten Einakter »Maß für Maß«: Das Werben um die Tochter (Elisabeth Zimmermann, links) des Dorfwirtes (Toni Wimmer, rechts) endet in einem Saufwettbewerb. Klaus (Martin Zimmermann, Zweiter von links) und Ludwig (Tobias Müller) trinken um die Wette. Wer gewinnt, darf die Wirtstochter heiraten. Doch der Hausl (Heini Jobst, Zweiter von rechts) hat seine Hand mit im Spiel. (Foto: Volk)

Amüsanter Abschluss des Hoagart war der Einakter »Maß für Maß«, gespielt von der Theatergruppe des Trachtenvereins. Das Lustspiel spielt beim Dorfwirt (gespielt von Toni Wimmer), der sich einen überaus unkonventionellen Plan ausgedacht hat, wem er seine Tochter Julie (Elisabeth Zimmermann) zur Frau gibt. Er veranstaltet ein Wettsaufen zwischen Ludwig (Tobias Müller) und Klaus (Martin Zimmermann), den beiden Kontrahenten um die Hand der Wirtstochter. Der Sieger darf Julie heiraten. Doch der Wirt hat die Rechnung ohne den »hochwürningn« Herrn Pfarrer (Andreas Osenstätter) gemacht. Er hat Erbarmen mit Julie, die schon lange ein Auge auf Klaus hat. Von dem großkotzigen Ludwig aber will sie nichts wissen. Außerdem will der Seelsorger dem sündigen Treiben der Alkoholverherrlichung ein Ende setzen. Auch die Wirtin (Hilde Zimmermann) hält wenig von der alkoholischen Brautwerbung. Unterstützt vom arbeitsscheuen, aber listigen Hausl (Heini Jobst) sorgt der Herr Pfarrer dafür, dass dem siegessicheren Ludwig der Genuss des schmackhaften Bieres vergeht und er – von Bauchkrämpfen geplagt – eilends den Weg zum Abort sucht. Auslöser dafür sind »abführende Medikamente«, die unbemerkt Ludwigs gefüllten Maßkrügen beigemengt werden.

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Durch die Schläue des Herrn Pfarrer wird Klaus doch noch Sieger des Saufwettbewerbes und Julie darf ihren Wunschkandidaten heiraten. Das Stück strapazierte die Lachmuskeln und wurde vom begeisterten Publikum mit viel Applaus belohnt. Die Spielleitung des lustigen Stückes lag in Händen von Helga Braml. pv.