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Übers »Jagen, Lebn und Liab'n im Gebirg'«

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Zu Füßen der Musikanten sitzend ergänzte Sprecher Bert Lindauer (unten rechts) die Musikstücke mit viel Wissen und Nachdenkenswertem zum Thema. (Foto: Ringsgwandl)

Ruhpolding. Einer der besonderen Plätze beim Chiemgau Alm Festival war die Schwarzachenalm. Auf der Holzveranda des Kasers, den die Gemeinde Ruhpolding gepachtet hat, fand der Musikantenhoagart mit dem Wössner Erntedankensemble, der Taubensee- Tanzlmusi und den Perlseer Dirndln statt. Zu Füßen der Musikanten ergänzte Bert Lindauer die Musikstücke mit viel Wissen und Nachdenkenswertem. Otto Dufter, Musikschulleiter von Wössen und mit der Gitarre und der Ziach vertreten, hatte die Musik zusammengestellt.


Um die Organisation an der Alm kümmerte sich Franz Ringsgwandl. Ihm ist das Herrichten des Kasers zum Kulturraum ein besonderes Anliegen. Die Alm ist vom Holzknechtmuseum in der Laubau in etwa 45 Minuten zu Fuß oder mit dem Rad zu erreichen.

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Die Taubensee-Tanzlmusi stimmte mit einer Polka und das Erntedankensemble mit einem »Pinzgerisch Walzerl« auf den Abend ein. Lindauer nahm vor allem die Liedtexte der Perlseer Dirndln zum Anlass, Nachdenkliches oder etwas zum Schmunzeln hinzuzufügen. »Vo da Schwoag bis auf d' Hochalm« hieß das erste Lied der Sängerinnen Michaela Oswald (Harfe), Christine Wiesholzer (Klarinette) und Susanne Brückner (Geige). Auch zum »Adersberg-Boarischen« regte Lindauer zu Wanderungen an. »Wieder bergauf« ergänzte das Erntedankensemble. »Üban See ko i ned ummi schwimma« oder »Und wann du mir a Briafei schreibst« waren der ersten Liebe gewidmet.

Das Wössner Erntedankensemble ließ das offizielle Programm mit dem »Erntedank-Boarischen« und »A viereckats Wiesei«, die Taubensee- Tanzlmusi mit einem Jodler und dem »Maxglaner« ausklingen. »Bei da Lindn« war das letzte stimmungsvolle Lied der Perlseer Dirndln, dem ein feiner Jodler folgte. Damit die Zuhörer etwas zur Musik beitragen, regte Lindauer noch zum gemeinsamen Singen des »Alperer« an. Bürgermeister Claus Pichler wünschte sich ebenso wie die Gäste unbedingt noch mehrere Zugaben. Die Gruppen spielten gemischt auf, bis es endgültig dunkel war. bre