weather-image
30°

Überraschender Führungswechsel in Waging

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Bei den Freien Wählern Waging trat der bisherige Vorsitzende Georg Seehuber (links) zurück. Bürgermeister Herbert Häusl gratulierte Martin Dandl (rechts), der einstimmig zum neuen Vorsitzenden gewählt wurde.

Waging am See – In der Jahreshauptversammlung der Freien Wähler Waging (FW) im Gasthof Unterwirt wurde Martin Dandl zum neuen Vorsitzenden gewählt. Zur allgemeinen Verwunderung erklärte Georg Seehuber nach nur einem Jahr im Amt seinen Rücktritt als Vorsitzender aus beruflichen und privaten Gründen. Auf Vorschlag von Bürgermeister Herbert Häusl erklärte sich Martin Dandl bereit, den Vorsitz zu übernehmen. Ohne Gegenkandidat wurde der junge Landwirt aus Garschham einstimmig gewählt.


Seehuber sagte in seinen Tätigkeitsbericht, seit Bürgermeister Herbert Häusl nach seiner Krankheit wieder fest im Geschäft ist, habe sich der Informationsfluss an die Fraktion verbessert; während Häusls Abwesenheit sei er doch etwas stockend gewesen. Weiter berichtete Seehuber über die Aktionen und Initiativen der FW im vergangenen Jahr.

Anzeige

Nach dem überschaubaren Kassenbericht von Josef Babl – es gab nur sieben Kontobewegungen kamen die Gemeinderäte zu Wort. Martina Bogner, zuständig für Schule und Kindergarten, erklärte unter anderem, dass der geplante Waldkindergarten wegen zu geringem Interesse nicht eingerichtet wird. Der Referent für Straßen und Gewässer, Mathias Schneider, brachte einige interessante Zahlen vor: Einige kleine Gemeindestraßen und Bäche wurden saniert. In seinem Bericht über die Hilfsorganisationen lobte Willi Reiter vor allem die hohe Einsatzbereitschaft der fünf Feuerwehren im Gemeindebereich.

Beppo Hofmann berichtete, der Bau der neuen Turnhalle laufe finanziell sowie vom Fortgang her genau nach Plan. Wenn weiterhin keine Probleme auftreten, könne man Ostern 2016 mit der Fertigstellung rechnen. Zuständig für Umweltfragen, informierte Martin Dandl über die vorgesehene Renaturierung im Weitmoos. Herbert Häusl skizzierte kurz einige Projekte, welche die Gemeinde in nächster Zeit angehen müsse.

Dazu gehören unter anderem die Nahwärmeversorgung in Tettenhausen, Neubaugebieten in Waging, Otting und Tettenhausen, die Erschließung weiterer Gewerbegebiete in Scharling und Unteraschau und natürlich auch, wie es mit dem Bajuwarenmuseum weitergehen soll. In der Diskussion wurden einige Punkte ausführlich und zum Teil auch konträr debattier; zum Beispiel die befürchtete Umweltbelastung durch das neue, größere Heizwerk in Tettenhausen, die erneuerte Verkehrsregelung durch den Markt Waging, die Berichterstattung über die Wasserqualität des Sees in überregionalen Medien oder auch die Ursachen stark schäumender Bäche bei starkem Regen. fb