weather-image

Überplanung und Neuordnung sind notwendig

Ruhpolding. Wie es mit dem »Gewerbe- und Mischgebiet Gastager« weitergehen soll, war Thema der jüngsten Gemeinderatssitzung. Aufgrund des vorgestellten Einzelhandelskonzeptes begrüßte das Gremium die Überplanung und Neuordnung der Gewerbeflächen und fasste dazu einen einstimmigen Beschluss.

Die brachliegende Fläche der ehemaligen Firma Haas soll überplant und neu geordnet werden. (Foto: Burghartswieser)

Der Besitzer des Gewerbegebietes habe beantragt, den Bebauungsplan zu ändern, erklärte Bauamtsleiter Hans Hechenbichler. Damit sollten die planrechtlichen Voraussetzungen für die Nachnutzung der Brachflächen im Bereich der ehemaligen Firma Haas sowie die Ansiedlung von Einzelhandelsbetrieben, wie Drogerie- und Schuhdiscounter, ermöglicht werden. Ferner würden die dort ansässigen Unternehmen Aldi und Tengelmann ihre Verkaufsflächen erweitern.

Anzeige

Die Angelegenheit sei aber zurückgestellt worden, da im Rahmen des integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) ein Einzelhandelskonzept zu erstellen war, welches bei der Sitzung nun von Volker Salm vorgestellt wurde. Salm bestätigte, dass das Zentren- und Sortimentskonzept nun in wesentlichen Zügen und Zielsetzungen vorhanden sei.

Besonders sei die Abgrenzung eines zentralen Versorgungsbereichs Ortskern und die Auflage einer aktuellen »Ruhpoldinger Liste zentralrelevanter Sortimente« erfolgt, was zum Schutz und zur Stärkung des Einzelhandels im Ortskern beitrage. Damit würden hier und an ortsnahen Standorten die Entwicklungschancen gewahrt. Das »Gewerbe- und Mischgebiet Gastager« sei daher auch unter diesen Gesichtspunkten zur aktuellen Situation bewertet worden.

Gerade die brachliegenden Flächen der ehemaligen Firma Haas wiesen eine »städtebaulich unbefriedigende Situation« auf. Salm empfahl daher eine maßvolle Erweiterung sowie die Überplanung und Neuordnung der Flächen. »Der Einzelhandel soll und kann sich weiterentwickeln«, betonte er. Darum finde er einen »Schuhmarkt und eine Drogerie hier kontraproduktiv«. Nach dem Einzelhandelskonzept wäre eine Ansiedlung im Ortskern sinnvoll.

Der Gemeinderat billigte diese Zielaussagen und beschloss, im Zuge der Änderungen des Bebauungsplanes eine maßvolle Erweiterung der Lebensmittelmärkte Aldi und Tengelmann zuzulassen, gegebenenfalls in Zusammenhang mit einem Abriss und Neubau der Betriebsgebäude. Die Ansiedlung zusätzlicher Einzelhandelsbetriebe mit nahversorgungsrelevantem Hauptsortiment wurde abgelehnt, die Ansiedlung zusätzlicher Betriebe mit »nicht zentrenrelevantem« Sortiment dagegen grundsätzlich befürwortet. Dazu sei aber noch eine »vertiefende Prüfung« notwendig.

Die Überplanung und Neuordnung der Gewerbeflächen wurde vom Gemeinderat begrüßt und an den Bauausschuss verwiesen. Eine städtebaulich und wirtschaftlich sinnvolle Neuordnung der Flächen soll angestrebt werden. Dazu möchte die Gemeinde im Rahmen von ISEK ihren Beitrag leisten. hab