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Übernachtungszahlen sind rückläufig

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Grassau. Auch wenn die Gästezahl fast gleich geblieben ist, sanken die Übernachtungen um 6,13 Prozent. Sollte sich der Trend fortsetzen, dann wird die Übernachtungszahl unter die 100 000 Marke sinken. Dennoch blickte die Touristinformationsleiterin Christiane Lind-acher in der jüngsten Marktgemeinderatssitzung optimistisch in die Zukunft. Denn nach der Modernisierungs- und Umbauphase des Sporthotels meldet dieses wieder steigende Übernachtungszahlen.


Im Rahmen der Haushaltsberatungen steht vorab der Tourismusbericht. Lindlacher informierte, dass das Team durch den Auszubildenden Maximilian Felber ergänzt wurde. Verstärktes Augenmerk soll auf die Mitarbeiterschulung gelegt werden. Seit Mai gebe es für alle Gäste einen kostenlosen WLAN-Zugang. Im Schalterraum soll die vorhandene Internetsäule durch einen PC mit freiem Internetzugang ersetzt werden. Die Vermietung der Kegelbahn in Rottau wurde neu organisiert und findet durch das Personal in der Rottauer Touristinformation statt.

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Keine Änderung ergab die Verbandsarbeit. Nach wie vor ist Grassau sowohl im »Chiemgau Tourismus Verband«, in der »Chiemsee Alpenland Tourismus« wie auch im Ökomodell Achental und der Werbegemeinschaft »6 am Chiemsee« vertreten.

Zum Meldewesen erklärte sie, dass seit März die elektronische Gästemeldung möglich ist. Auch sei im vergangenen Jahr ein Gästekontrolleur unterwegs gewesen und auch in diesem Jahr wird dieser wieder aktiv werden. Wichtig sei, so Lindlacher weiter, dass Gastgeber auf die Möglichkeiten von Vertriebs- und Geschäftsmöglichkeiten auf dem Laufenden gehalten werden. Hierzu werden immer wieder Schulungen angeboten.

Das umfangreiche Veranstaltungs- und Freizeitprogramm wurde im Veranstaltungskalender veröffentlicht. Ein Teil der Angebote, teils von der Touristinformation selbst organisiert, wurden zu einem »genial vital«-Sportprogramm zusammengefasst. Damit wurde das Marketingkonzept »genial vital« von 2008 wieder mit Leben erfüllt. Von Montag bis Samstag wird ein wiederkehrendes Programm geboten (Nordic Walking, Meditation, Zumba, Qigong, Wandern). Neu wird künftig am Samstag ein Golf-Schnupperkurs sein. Das bewährte Gästeführerteam war wieder aktiv. Sehr gut angenommen wurde das Angebot des »Vollmondspaziergangs«, der auch heuer an fünf Abenden stattfinden wird. In Planung sei eine Themenradltour, kündigte sie an.

Zu den neuen Printartikeln zählen historische Postkarten, aber auch der überarbeitete Flyer über die Kendlmühlfilzen und der neue Fremdsprachenflyer in Englisch, Französisch und Italienisch. Überarbeitet wurde auch der Werbefilm, der mit Aufnahmen vom Golfplatz ergänzt und auch in Englisch vertont wurde.

Im Frühjahr wird die Touristinformation eine Ladestation für Movelo E-Bikes erhalten und wird über das Ökomodell zur offiziellen E-Bike-Ladestation. Noch zu wenig genützt werde die interaktive Tourenkarte, bedauerte Lindlacher. Diese Karte werden stets aktualisiert und neue Touren aufgenommen. Unverzichtbar sei mittlerweile die Werbung in den Social Media. Dieser Bereich werde verstärkt gepflegt. Allein der eingestellte historische Film wurde in kürzester Zeit über 2000 Mal aufgerufen. Auffällig sei, dass die Webcam sehr oft aufgerufen werde.

Geplant sei auch, am Reifinger Badesee eine Webcam zu installieren. Sie informierte, dass die Bayernrundfahrt am 30. Mai in Grassau wieder einen Startpunkt habe und der Salzalpensteig voraussichtlich im Sommer eröffnet werde. Man erhoffe sich von diesem Premium-Wanderweg ein gutes Marketing und neue Wandergäste. Ein weiteres Highlight wird das Chiemgau-Pfingstfestival, organisiert von Stefan Mross, in Grassau werden. Über 2000 Gäste und viele deutschsprachige Stars werden erwartet.

Die Tourismusarbeit komme allen zugute, betonte Bürgermeister Rudi Jantke. Zur Verbandsarbeit ergänzte Jantke, dass ein Treffen der zwölf Bürgermeister der Chiemseegemeinden in Prien vorgesehen war. Während die sechs Bürgermeister aus dem Traunsteiner Landkreis kamen, erschienen nur zwei von Rosenheimer Seite. Die Zusammenarbeit auf Traunsteiner Seite werde stets angeboten. Jantke hoffte, dass sich die Blockade nach der Landratswahl lösen werde.

Den Einnahmen von 324 000 Euro stehen Ausgaben von 486 000 Euro gegenüber. Es verbleibt eine Differenz von 162 000 Euro, die aus dem Gemeindesäckel finanziert werden muss. Ohne Diskussion genehmigte der Rat den Haushaltsplan. tb