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Über vier Jahrzehnte im Dienste von Ruhpolding

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Martin Haßlberger (rechts) wurde in den Ruhestand verabschiedet. Im Rahmen einer kleinen Feier würdigte unter anderem Bürgermeister Claus Pichler die Verdienste des langjährigen Tourismusdirektors und überreichte Martin Haßlberger und dessen Ehefrau Inge ein kleines Abschiedsgeschenk. (Foto: Andreas Plenk)

Ruhpolding. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde im Kurhaus wurde Martin Haßlberger, langjähriger Geschäftsführer der Ruhpoldinger Tourismus GmbH, in den Ruhestand verabschiedet.


Es sei ihm eine ehrenvolle Aufgabe, jemanden in den Ruhestand zu verabschieden, der über vier Jahrzehnte für die Gemeinde tätig war, so Bürgermeister Claus Pichler. Haßlberger, der 1972 in der Gemeinde Ruhpolding unter Bürgermeister Franz Schneider (SPD) eingestellt worden war, sah in seinem beruflichen Werdegang sage und schreibe fünf Bürgermeister kommen und gehen.

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Fleißig, kollegial, hilfsbereit und gesellig

Unter Herbert Ohl (CSU), welcher von 1978 bis 1996 Bürgermeister war, wurde Haßlberger am 1. Januar 1992 zum Kurgeschäftsführer der Gemeinde Ruhpolding berufen. In dieser Funktion arbeitete der Tourismusdirektor bis 2002 für Gerhard Hallweger (SPD), ehe dieser von Andreas Hallweger (CSU) abgelöst wurde. »Die letzten Jahre hat er es mit mir aushalten müssen«, scherzte Claus Pichler.

Pichler bezeichnete Haßlberger als fleißig, kollegial und hilfsbereit. Aber auch gesellig und für jeden Spaß zu haben. »Er hat nix ausgelassen«, so das Gemeindeoberhaupt. Haßlberger sei ein angenehmer Kollege mit Ecken und Kanten, »ein herzensguter Mensch«, so Pichler, der seinen Worten auch musikalisch Nachdruck verlieh: Die Gäste und Haßlberger staunten nicht schlecht, als der Bürgermeister gemeinsam mit Bauamtsleiter Hans Hechenbichler, Kirchenpfleger Konrad Fegg und Pastoralassistent Georg Gruber mit dem Stück »Weil ma vo Herzen di mog« ein zum Besten gab. Vor seiner Berufslaufbahn bei der Gemeinde Ruhpolding absolvierte Haßlberger zunächst eine kaufmännische Lehre bei der Firma Kreiller in Traunstein, die er 1966 erfolgreich abschloss. Darüber hinaus bildete sich der sportbegeisterte Ruhpoldinger auch sportlich weiter. So legte er beispielsweise die Prüfung zum Übungsleiter in den Bereichen »Ski alpin« und »Leichtathletik« ab. Die Begeisterung für den Sport führte Haßlberger dann 1972 an die Grund- und Hauptschule Ruhpolding, hier war er nebenberuflich als Sportlehrer tätig.

An sportlichen Großereignissen beteiligt

Dieser Weg führte ihn weiter zur Gemeinde Ruhpolding, bei der er 1972 als Sportreferent begann und mit der Organisation verschiedenster Sportveranstaltungen betraut wurde. In dieser Zeit erwarb er sich zudem die Trainerlizenz für den alpinen Skilauf und Leichtathletik und erlebte die sportlichen Anfänge des Biathlon-Sports. Fünf Jahre später, im Herbst 1977, wurde er zum Direktionsassistenten der Kurverwaltung bestellt. Im Oktober 1988 wurde Haßlberger dann zum Werbeleiter berufen, ehe er im Januar 1992 schließlich zum Tourismusdirektor aufstieg.

In seiner Amtszeit war er maßgeblich an der Organisation sportlicher Großereignisse beteiligt, wie beispielsweise die Biathlon-Weltmeisterschaft im Jahr 1996. Bei dieser WM im vergangenen Jahr war Haßlberger als Vizepräsident des Organisationskomitees ebenfalls am erfolgreichen Gelingen beteiligt.

Werner Rabe, Leiter des Programmbereichs Sport und Freizeit im Bayerischen Rundfunk, kennt Haßlberger seit der Biathlon-WM 1979. Rabe würdigte die harmonische Kooperation mit der Gemeinde und sprach von einer sehr schönen Zusammenarbeit mit Martin Haßlberger, zu dem er überdies ein sehr persönliches Verhältnis habe. Er lud Haßlberger zum Bayerischen Rundfunk in die Sendung »Blickpunkt Sport« ein: »Martin, du bist im Studio jederzeit willkommen.«

Ortsheimatpfleger Franz Ringswandl würdigte Haßlbergers sportliches Engagement für die Grund- und Hauptschule Ruhpolding. In seinen beruflichen Anfängen als Sportreferent habe Haßlberger einiges an Zeit und Herzblut investiert und in Kooperation mit dem Ski-Club und dem Sportverein viele sportliche Veranstaltungen ins Leben gerufen. Seinem sportlichen Engagement sowie seiner unnachahmlichen Art, Kinder und Jugendliche für den Sport zu motivieren, sei es beispielsweise zu verdanken, dass sich damals so viele Kinder für den Skisport begeistern konnten und weiter dabei geblieben sind, so Ringswandl.

Haßlberger bleibt der Gemeinde Ruhpolding zunächst zur Unterstützung des operativen Geschäfts in Teilzeit erhalten. Es sei also noch kein endgültiger Ruhestand, mehr ein Vorruhe- oder Unruhestand, scherzte Pichler, der Haßlberger und seiner Ehefrau Inge ein kleines Abschiedsgeschenk überreichte. jsb

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