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Über 6,8 Kilometer Wasserleitungen gebaut

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Dieses Stromleistungsmessgerät und Druckmessgerät sollen der Surgruppe helfen, bei den Unterwasserpumpen Strom zu sparen und den Wirkungsgrad zu steigern. Foto: vm

Teisendorf – Durch gute Einnahmen vom Wasserverkauf kann der Zweckverband zur Wasserversorgung Surgruppe derzeit mehr in den Unterhalt investieren: Knapp 1,24 Millionen Euro will er heuer in sein Leitungsnetz stecken.


Im Vorjahr waren es nur 865 000 Euro. 2016 wurden bei einer Eigenleistung von 49 047 Euro 6822 Meter Leitungen gebaut, davon vier Kilometer Erneuerungen.

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Bei der Verbandsversammlung berichtete Vorsitzender Thomas Gasser auch von einer guten Entwicklung der Schutzgebietsverfahren, die 2018 fertig werden sollen. Ziel sei, den Brunnen »Haunerting III« soweit herzustellen, dass man ihn bei einem Engpass nutzen kann. Drei Widersprüche seien eingegangen, die beim Erörterungstermin am 22. Juni abgehandelt werden sollen.

Zuversichtlich war Gasser bei der Sanierung am Hochbehälter Leutstetten: Die Erdarbeiten gingen für rund 57 900 Euro an die Firma Scharrer aus Palling. Abdichtung und Isolierung macht die Firma Netopil aus Traunreut für knapp 118 400 Euro.

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Wie technischer Leiter Christian Willberger erläuterte, wurden 2015 112 Hausanschlüsse geändert, 64 Bauanschlüsse errichtet, 65 Neuanschlüsse gebaut und 42 Rohrbrüche repariert. Zu den umfangreichsten Arbeiten zählten die Pumpleitung zum Brunnen Haunerting III für knapp 267 360 Euro, Eigenleistung 3883 Euro, die Leitung Selberting - Voitswinkl - Fritzenweng für rund 277 970 Euro und Unterwendling - Plattenberg für 126 770 Euro. Neue Leitungen und Hausanschlüsse entstanden in den Baugebieten Thundorfer Mühle, Hufschlag Lärchenweg II, Unteranger und St. Leonhard West II. Größere Posten waren auch die Arbeiten in Waginger- und Gartenstraße in Hufschlag (104 149 Euro), Neusillersdorf (111 987 Euro) und Holzhauser Straße Anger (67 547 Euro).

Technischer Betriebsleiter Johann Kamml berichtete, den meisten Strom brauche die Wasserpumpe. Mit Hilfe neuer Stromleistungs- und Druckmessgeräte wolle die Surgruppe den Wirkungsgrad der Pumpen auf 60 bis 70 Prozent steigern. In Vogling waren mit der alten Pumpe für die Förderung von einem Kubikmeter Wasser bei 47,8 Prozent Wirkungsgrad 0,66 Kilowattstunden Strom nötig. Mit der neuen Pumpe sind es bei 67 Prozent Wirkungsgrad nur noch 0,52 Kilowattstunden.

Datenschutzfragen bei »intelligenten Wasserzählern«

Am Rande ging Kamml auf »intelligente Wasserzähler« ein, deren Signal der technische Mitarbeiter beim Abfahren der Straßen empfangen kann, ohne das Haus zu betreten. Diese Zähler messen per Ultraschall oder durch ein magnetisch-induktives Verfahren. Eine genauere Analyse des Wasserverbrauchs ist damit möglich. Gasser sprach sich dafür aus, mit dem Umrüsten auf solche Zähler abzuwarten, bis die Fragen des Datenschutzes geklärt sind.

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Den Haushalt 2017 stellte Werks- und Geschäftsleiter Franz Hasholzner vor. Im Erfolgsplan für den laufenden Betrieb stehen dem Verband aus Haupteinnahmen gut 3,87 Millionen Euro Umsatzerlöse zur Verfügung. Bei den Ausgaben wird der Materialaufwand mit rund 1,78 Millionen Euro veranschlagt, wovon 228 000 Euro auf den Unterhalt des Hochbehälters und 200 000 Euro auf den Strombezug entfallen. Der Personalaufwand für die 20 Beschäftigten beträgt 839 300 Euro. Dazu kommen soziale Aufwendungen in Höhe von 265 800 Euro. Der Zinsaufwand liegt aufgrund des niedrigen Zinsniveaus bei lediglich 111 100 Euro. Beim Vermögensplan ist in den Einnahmen als größer Posten die Abschreibung mit 820 000 Euro eingeplant. 550 000 Euro sind für die Tilgung von Krediten vorgesehen.

Größere Bauprojekte sind Willbergers Übersicht zufolge heuer unter anderem im Gewerbegebiet Wasserbrenner (60 000 Euro) und im Baugebiet Ringham Unterdorf (45 .000 Euro) vorgesehen, größere Instandhaltungen im Bereich Grubenhaus-Roßdorf-Mühlreut (483 000 Euro), an der Holzhauser Straße in Anger (280 000 Euro) und im Bereich Kothbrünning (130 000 Euro).

Gernot Daxer begrüßte die Erhaltung und teils sogar Verbesserung des Status quo. Einstimmig billigten die Verbandsräte die Haushaltssatzung sowie den Wirtschafts-, Erfolgs-, Finanz- und Vermögensplan. »Wir sind auf einem guten Weg«, resümierte Gasser. Mit der Abschlussprüfung beauftragten die Räte das Büro des Wirtschaftsprüfers Prof. Winfried Schwarzmann.

Albert Aschauer fragte nach der Einhaltung der Grenzwerte bei den Brunnen. Laut Gasser werde ständig gemessen. Die Brunnen lägen weit unterhalb der Grenzwerte. Die Maßnahmen in den Schutzgebieten zeigten Wirkung. Auch die Nitrateinträge seien großteils sinkend.

Der Zweckverband Surgruppe versorgte 2016 insgesamt 29 294 Personen der Gemeinden sowie der Gemeinden Petting, Siegsdorf, Surberg, Waging am See und Wonneberg sowie Anger, Ainring, Saaldorf-Surheim und Teisendorf mit Trinkwasser. Über Zweckvereinbarungen mit der Stadt Traunstein für Hochberg und Langmoos sowie Piding für den Ortsteil Kleinhögl werden weitere 403 Personen versorgt. Über Notverbindungsleitungen wird auch Wasser an die Stadt Laufen und die Gemeinde Piding geliefert.

Das Leitungsnetz ist etwa 511 Kilometer lang mit einer Rohrdicke von 80 bis 300 Millimeter. Die Länge der 8056 Grundstücksanschlüsse (Stand 31. Dezember 2016) beträgt etwa 287 Kilometer. Insgesamt wurden 2016 gut 2,37 Millionen Kubikmeter Wasser gefördert. Verkauft wurden gut 2,20 Millionen Kubikmeter. Im Wasserverlust von 7,16 Prozent sind Löschwasser, Bauwasser und Eigenverbrauch, etwa für Leitungsspülungen, enthalten.

Text und Fotos: vm

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