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Über 60 Ruhpoldinger im Kurhaus geehrt

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Bürgermeister Claus Pichler (Mitte) zeichnete 20 Bürger für ihr ehrenamtliches Engagement in der Kategorie Kultur-Brauchtum-Ehrenamt aus, darunter auch die »Vollblutmusikanten« (von links) Ludwig Christlmaier, Alex Beilhack und Karl Hörterer (rechts) von den »Miesenbachern« sowie Sepp Gnadl vom Trachtenverein »D' Rauschberger«. (Foto: Burghartswieser)

Ruhpolding – Im Rahmen einer gut besuchten Feier im Kurhaus, musikalisch umrahmt von der Trachtenkapelle »D' Miesenbacher«, zeichnete Bürgermeister Claus Pichler eine ganze Reihe von Bürgern für deren Verdienste und ihr ehrenamtliches Engagement für die Dorfgemeinschaft aus. Über 60 Menschen wurden in den Kategorien Sport, Schule-Beruf-Studium und Kultur-Brauchtum-Ehrenamt ausgezeichnet.


»Ned g' schimpft ist g' lobt gnua«, sagte Bürgermeister Pichler zu einer verbreiteten Meinung. Außergewöhnlicher Einsatz erscheine allzu selbstverständlich. »Wir in Ruhpolding wollen aber darstellen, dass es viele Leute mit Engagement gibt«, betonte er. Die Geehrten stünden stellvertretend für viele andere. Eine Wertung sei schwierig, allen gerecht zu werden, darum waren die Vereine und Institutionen aufgerufen, Vorschläge zu unterbreiten. Ihre Leistungen haben auf alle Fälle Vorbildcharakter.

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Große Leistungen und viel Anstrengung

Toleranz, Fleiß und mentale Stärke seien die Grundvoraussetzung, ein erfolgreicher Sportler zu werden, sagte zweite Bürgermeisterin Ulrike Pfeifer. Sie alle seien durch ihre gezeigten Leistungen Botschafter ihrer Heimat. Dabei hob sie hervor, was »den Sport so lohnenswert macht«. Nicht vergessen dürften aber diejenigen werden, die als Helfer hinter ihnen stehen. Auch an sie werde heute gedacht. Für ihre sportlichen Erfolge wurden Sandra und Karl Georg, Tobias Lugert, Thomas Fischer, Philip Mauersberger, Simon und Marco Gross, Dominic Reiter, Maxi Weiß, Florian Schweiger und Christoph Müller ausgezeichnet. Teamolympiasieger Andreas Wellinger konnte leider zur Ehrung nicht anwesend sein. Dazu kamen als »Helfer im Hintergrund« Marlies Plenk, Christel Lechner, Uschi Oberhuber, Nora Kaltner, Leo Reinmiedl und Andras Lugert. Viel Applaus erhielten zudem die Sportler des Heilpädagogischen Zentrums Maximilian Stöß, Christian Ramstötter, Markus Umlauf, Gerhard Brom, Nico Hinze, Aljoscha Kittel und Lisa Striezel für ihre Leistungen bei den National Special Olympic Games. Dazu kam auch noch Doris Kecht für ihre Erfolge im Langlauf der Behinderten.

Ausbildung ist Grundstein für eine Führungsrolle

»Jeder, egal ob Mediziner, Master, Bachelor, Meister oder Techniker, hat mit Fleiß und Ehrgeiz erreicht, was er sich vorgenommen hat«, betonte der Vorsitzende des Wirtschaftsverbandes, Michael Mayer, in seiner Laudatio für den Bereich Schule-Beruf-Studium. Durch die Ausbildung und erworbenen Titel hätten sich die Geehrten einen Grundstein zur Übernahme von Führungsrollen erworben, sagte er weiter. Er gab ihnen mit auf den Weg: »Lasst euch nicht von unsinniger Bürokratie unterkriegen, die euch das ganze Leben begleiten wird«.

Als Jungmeister bekamen Stefan Lugert, Markus Staller, Daniel Heinz, Julian Lachner, Robert Gastager und Rudolf Heckl eine Auszeichnung. Für den Bereich der erfolgreichen Studienabschlüsse wurden Christoph und Martin Wörnle, Thomas Hunklinger, Jens Kohl, Johannes Pichler, Sofia Renner, Johannes Huber, Stefan Demmelmair, Maximilian Utzinger und Florian Freimoser geehrt.

Für die Bereiche Kultur-Brauchtum-Ehrenamt nahm dritter Bürgermeister Hermann Feil die Laudatio vor. »Es gibt nichts Gutes, außer man tut es«, zitierte er Erich Kästner. Die Liste der zu Ehrenden sei keine erschöpfende Aufzählung und er sei sich bewusst, nicht alle erreicht zu haben. Es sei bei rund 2,8 Milliarden freiwilligen Arbeitsstunden, die das Ehrenamt jährlich leistet, unglaublich, was dieses zu bewegen imstande ist. »Die Gesellschaft kann nur funktionieren, weil es das Ehrenamt gibt«, hob er hervor und ergänzte: »Entgegen allen Unkenrufen ist das Ehrenamt noch lange nicht am Ende.«

Die Jahresehrenmedaille für ihr soziales Engagement sowie die Verdienste um Kultur und Brauchtum erhielten Hans-Walter Kastner, Christoph Wörnle, Raimund Englisch, Hans Gstattter, Rudi Heckl, Franz Stief, Winfried Renner, Xaver Bernauer, Ludwig Hurm, Hans Niederberger, Joachim Morawietz, Josef Wolfgruber, Hubert Braxenthaler, Lukas Kloiber, Andreas Hallweger, Engelbert Schweiger, Sepp Gnadl, Alex Beilhack und Ludwig Christlmaier.

Besonders hervorgehoben wurde Karl Hörterer, der nicht nur seit 60 Jahren Mitglied der »Miesenbacher Trachtenkapelle« ist, sondern auch den »Ruhpoldinger Schützenmarsch« komponierte, den er zur Überraschung aller selbst dirigieren durfte. Auch wenn nicht alle zu Ehrenden persönlich anwesend sein konnten, sollte der Grundsatz dennoch gelten: »Ehre, wem Ehre gebührt«. hab