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Über 50 Unwetter-Alarme gestern in der Region – rund 160 Kräfte im Einsatz

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50 Unwetter-Einsätze im Landkreis Traunstein an Fronleichnam – 160 Feuerwehrler im Einsatz
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Mehr als 160 Einsatzkräfte der Feuerwehren waren an Fronleichnam wegen starker Unwetter, Regenfällen und Sturmböen bei rund 50 Einsätzen im Chiemgau gefordert. Im Bild zersäßgen Floriansjünger zwei Bäume auf der Gemeindeverbindungsstraße nach Litzlwalchen bei Nußdorf. (Foto: Volk)

Landkreis Traunstein – Kurze, aber kräftige Gewitter mit Starkregen und heftigen Windböen sorgten am späten Donnerstag Nachmittag und frühen Abend für zahlreiche Feuerwehr-Einsätze in der Chiemgau-Region. Zu rund 50 Unwetter-Einsätzen rückten die Floriansjünger aus.


Betroffen waren die Gemeinden in der Landkreismitte – von Traunstein, Wolkersdorf und Nußdorf im Süden über Truchtlaching und Seebruck bis Kienberg und Engelsberg im Norden. Dabei ging es vor allem um technische Hilfeleistungen zur Beseitigung von Schäden: Überflutete Straßen und Unterführungen, vollgelaufene Keller, umgestürzte und entwurzelte Bäume, von Wassermassen herausgedrückte Gullydeckel sowie von Sturzbächen bedrohte Gebäude und umgeworfene Bauzäune beschäftigten die Wehren.

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Die ersten Alarmierungen gab es um kurz nach 17 Uhr, als die Feuerwehren Truchtlaching, Seebruck und Ising zum Einsatz gerufen wurden. In Truchtlaching wurden die Straßen in der Ortsmitte überflutet und die Gullys konnten die Wassermassen nicht mehr auffangen. Die Deckel wurden herausgedrückt und das Wasser schoß wie aus Fontänen in die Höhe und drohte bereits, Häuser zu fluten.

Ebenso nach einem kräftigen Starkregen in Seebruck: Wasser drohte in der Römerstraße in den Keller eines Wohnhauses zu laufen. In Ising blockierte ein umgestürzter Baum eine Straße. Am Kreisverkehr zwischen Traunstein und Wolkersdorf wurden Schilder vom Wind umgeworfen, die auf der Straße landeten. Die Feuerwehr Wolkersdorf beseitigte sie.

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Ein Baum war bei dem Unwetter auf die Gemeindeverbindungsstraße nach Litzlwalchen gestürzt, ein weiterer drohte umzufallen. Beide wurden zersägt und abtransportiert. Foto: Volk

In Nußdorf war die Gemeindeverbindungsstraße nach Litzlwalchen durch einen abgebrochenen Baum blockiert, ein weiterer bog sich bedrohlich in Richtung Straße. Die Floriansjünger zerlegen beide Bäume und mit Hilfe des Waldbesitzers wurden die dicken Stammstücke abtransportiert. Die Straße war danach wieder frei befahrbar.

In Trostberg blieb ein Auto in der überfluteten Unterführung in der Pallinger Straße stecken. Die Feuerwehr Trostberg kam zu Hilfe und barg das Fahrzeug. In Traunreut drohte ein Ast auf eine Garage zu fallen – die Feuerwehr sorgte für Hilfe, ebenso an weiteren acht Einsatzstellen im Stadtgebiet, wo Bauzäune aufgerichtet und umgestürzte Bäume beseitigt wurden.

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In der Pallinger Straße in Trostberg war am Donnerstag ein Auto stecken geblieben – in der dortigen Eisenbahn-Unterführung hatte sich das Regenwasser gestaut. Foto: FDLnews/BeMi

In Stein wurde die Feuerwehr in die Siedlung Fasanenjäger gerufen, weil ein Keller überflutet wurde. Besonders betroffen auch ein Anwesen in Lahröster bei Kienberg. Auch hier lief Wasser in den Keller und überflutete diesen rund 30 Zentimeter hoch. Die örtliche Feuerwehr pumpte den Keller aus, unterstützt von der Feuerwehr Obing. Zur Gebäudesicherung musste ein Damm aus Sandsäcken gebildet werden.

Gegen 19.30 Uhr waren die allermeisten Einsätze abgearbeitet, die Wehren wieder eingerückt und die Floriansjünger zu den Gerätehäusern zurückgekehrt. Insgesamt waren am Donnerstagabend mehr als 160 ehrenamtliche Feuerwehrmänner und -frauen zur Beseitigung von Unwetterschäden im Einsatz. Die Höhe des entstandenen Sachschadens kann nicht beziffert werden. pv

Erstmeldung, Donnerstag, 19 Uhr:

Am Donnerstag Nachmittag gegen 17 Uhr überquerte ein heftiges Unwetter den Nördlichen Landkreis Traunstein mit starkem Wind, heftigen Regen und zum Teil mit Hagelschauer.

Das Unwetter war so heftig, dass zum Teil Bäume entwurzelt wurden, Keller vollgelaufen sind oder sogar Verkehrsschilder aus den Verankerungen gerissen wurden. In Trostberg blieb ein Auto in den Wassermassen der Unterführung in der Pallinger Straße stecken. Diese war wie so oft bei Starkregen überflutet. Der Fahrer des Autos unterschätze wohl die Wassertiefe und blieb dann stecken.

Die Feuerwehr aus Trostberg versuchte, die Gullydeckel zu öffnen, um das Wasser schneller abfließen zu lassen. Die Pallinger Straße musste voll gesperrt werden. Im Fasanenjäger in Stein an der Traun lief ein Keller voll Wasser. Auch hier war die Feuerwehr im Einsatz.

red/FDLnews