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Ökomodell Achental wird 20 Jahre alt

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Christian Letalik (links) vom Verein CARMEN informierte über Holz als Energieträger. Stefan Schneider, Vorsitzender des Ökomodells, dankte mit einem Körbchen voller Achentaler Spezialitäten. (Foto: Eder)

Staudach-Egerndach – Das Ökomodell Achental wird 20 Jahre alt. Die Vorbereitungen für das Jubiläumsjahr laufen, kündigte Vorsitzender Stefan Schneider in der Jahreshauptversammlung im Gasthof Ott an. Im Vordergrund standen jedoch die vielen Aktionen des Ökomodells, die das vergangene Jahr prägten.


Er erinnerte unter anderen an die Klausurtagung im Juli und betonte, dass im Rahmen der ILE Förderung bereits 14 Projekte seit 2009 realisiert werden konnten. Auch wurde das Konzept des Ökomodells, das im Mai 1999 ins Leben gerufen wurde, überarbeitet. Almen sollen erlebbar gemacht, der Ausbau der erneuerbaren Energien und Elektromobilität forciert, das Flächenkataster weiter aufgebaut, Kreuzkraut-Aufklärung und die interkommunale Zusammenarbeit weiter ausgebaut werden.

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Er freute sich, dass die Finanzierung der Projektleiterin ILE Stephanie Hennes weiterhin gesichert sei. Auch über das Engagement des Klimaschutzmanagers Hans Haslreiter, berichtete der Vorsitzende, verwies dabei auf die Ausstellung zur Energiewende und auf das Projekt Landmobile mit Elektroantrieb im Test. Auch wurden von den Gemeinden Marquartstein und Bergen erste Schritte zum Carsharing unternommen. In Bergen werden zwei konventionelle Busse angeschafft, die über ein Buchungssystem von den Vereinen genutzt werden können. Haslreiter werde für weitere zwei Jahre als Klimamanager agieren.

Zur Gebietsbetreuung, organisiert von Kathrin Schwarz, informierte Schneider, dass die Winteraufklärung der Skitourengeher am Geigelstein funktioniere und nun auch Mountainbiker in den Bergen gelenkt werden sollen. Die Aufklärung von Spaziergängern mit Hund zur Unterstützung der Naturschutzwacht sei wichtig. Kathrin Schwarz organisiere Veranstaltung zur Umweltbildung, so im Kinderferienprogramm, bot viele Führungen und Vorträge.

Auch habe es fünf Veranstaltungen zum Thema »Kreuzkraut« gegeben. Des Weiteren verwies der Vorsitzende auf das »Achenjahr 2018« mit vielen Veranstaltungen, Ausstellungen und Exkursionen. Auch ein Flussbegleitbuch zum Achenjahr sei erschienen. Die Förderstiftung Ökomodell Achental wird nunmehr von Stephanie Hennes geleitet. Sie löst damit die Stefan Kattari ab.

Ein Bauernmarkt wurde in Bergen eingeführt. Sehr wichtig sei »Klimaschutz durch Radverkehr«. Dieses Thema werde 2019 einen wichtigen Stellenwert einnehmen. Das Ökomodell möchte hier einen eigenen Weg gehen. Im Tourismusbereich werde wieder die Achentallinie organisiert und der »A bis Z Urlaubsbegleiter« aufgelegt.

Im nächsten Jahr stehe das Jubiläum zum 20-jährigen Bestehen im Vordergrund. Einige Veranstaltungen sind bereits geplant. Den Gründern gebührt Anerkennung, so Schneider. Es sei ein riesen Verdienst über 20 Jahre lang so wertvolle Arbeit geleistet zu haben.

Auch finanziell steht das Ökomodell auf sicheren Beinen, wie Schatzmeister Ludwig Entfellner detailliert aufzeigen konnte. Der Jahresabschluss ergab ein positives Ergebnis.

Geschäftsführer Wolfgang Wimmer informierte über die interkommunale Zusammenarbeit, wobei über eine Zweckvereinbarung der Mitgliedsgemeinden ein gemeinsamer Archivpfleger beschäftigt werden kann. Der Biomassehof zeige eine erfreuliche Entwicklung mit ständigen Umsatzzuwächsen. Die Holzvergaseranlage wurde auf drei Holzvergaser erweitert. 2000 Haushalte können bereits mit Strom versorgt werden. Die Energieberatung, so Wimmer, könnte künftig noch etwas besser angenommen werden.

Nach den Formalien hatte Christian Letalik vom Verein »CARMEN« (Centrales Agrar- Rohstoff-Marketing und Energie-Netzwerk in Straubing) das Wort und berichtete über Holzenergie in Bayern als Garant für Klimaschutz und Wertschöpfung im ländlichen Raum. Er informierte über den Energieholzmarkt-Bericht. Demzufolge wachse in Bayern mehr Holz nach als entnommen werde. Dennoch müssen mehr Laubbäume gesetzt werden, da diese den trockenen Sommern besser standhalten. Auch nütze jeder dritte Haushalt Holz als Energieträger. Zur drohenden Stilllegung von Kaminöfen betonte er, dass Holz nicht Hauptverursacher von Feinstaub sei. Neue Berechnungen haben ergeben, dass der Reifenabrieb größere Mengen an Feinstaub produziere. tb