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ÖDP stellte Kandidaten auf

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Traunstein. Die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) hat im Stimmkreis Traunstein die Weichen für die Landtags- und Bezirkstagswahl gestellt: Bei der Aufstellungsversammlung in Traunstein wählten die Mitglieder den ÖDP-Fraktionsvorsitzenden im Kreistag, Helmut Kauer aus Traunreut, zum Landtagsdirektkandidaten. Als Direktkandidat für den Bezirkstag tritt der Traunsteiner Kinderarzt sowie Stadt- und Kreisrat Dr. Thomas Graf an. Zudem empfahlen die Mitglieder als Listenkandidaten Biologin Dr. Ute Künkele für die Bezirkstagswahl und Unternehmensberater Hermann Hofstetter für die Landtagswahl.


»Wir haben 2013 eine echte Chance«

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»Wir haben landesweit 325 kommunale Mandatsträger und außerparlamentarisch viele Erfolge durch Volksbegehren. Das wird zunehmend anerkannt«, sagte der ÖDP-Kreisvorsitzende Bruno Siglreitmaier stolz. Immer mehr Menschen »sehen unsere positiven Beiträge zur bayerischen Landespolitik«, fuhr er fort. »Deshalb haben wir 2013 eine echte Chance, die Fünf-Prozent-Hürde zu überspringen«, gab er sich optimistisch.

Die ÖDP hat seit Jahren zwei wichtige Alleinstellungsmerkmale: die Absage an eine Politik des ständigen Wachstums und Mehrverbrauchs und ihr Bekenntnis zur Familie. »Unser Eindruck ist: Für die traditionelle Betreuung von Kindern in der Familie gibt es derzeit im Parlament keine politische Vertretung mehr. Die ÖDP fordert, dass Eltern ein steuer- und sozialversicherungspflichtiges Erziehungsgehalt bekommen, mit dem sie entweder die Fremdbetreuung voll bezahlen können oder bei der familiären Betreuung eine Lohnersatzleistung erhalten. Das wäre dann echte Wahlfreiheit«, betonte Helmut Kauer.

Thomas Graf führte aus, dass der Bezirk hauptsächlich im sozialen Bereich für die Bezirkskrankenhäuser sowie in der Kulturförderung tätig ist. Für diese wichtigen Aufgaben ist eine solide Finanzierung durch den Freistaat dringend erforderlich. Bei der Aufklärung und Prävention vor Suchtgefahren, einer weiteren Aufgabe des Bezirks, sollen die Angebote freier Träger und der Kommunen für Schulen und Jugendeinrichtungen optimal vernetzt und unterstützt werden. »Die Zuständigkeit in Bereichen des Natur- und Landschaftsschutzes muss der Bezirk stärker wahrnehmen«, forderte zudem Ute Künkele.