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Ätzende Flüssigkeit sorgte für Großeinsatz

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Feuerwehrler in Chemieschutzanzügen und mit Atemschutzgeräten füllten die Flüssigkeit in ein größeres, verschlossenes Fass um. Weitere Bilder sind unter www.traunsteiner-tagblatt.de/fotos auf unserer Internetseite zu finden. (Foto: Volk)

Nußdorf – Ein Großaufgebot an rund 200 Mitgliedern der Feuerwehr- sowie Rettungsdienst, Notarzt und Polizei wurden am Mittwochabend zu einer Spedition nach Aiging alarmiert. Die Ursache für den Großalarm war eine ätzende Flüssigkeit, die sich durch ein Auffangbehältnis gefressen hatte und auslief. Feuerwehrler in Chemieschutzanzügen deponierten das beschädigte Behältnis in ein größeres verschlossenes Fass. Die Entsorgung wird in den nächsten Tagen erfolgen. Verletzt wurde niemand.


Um 19.47 Uhr heulten die Sirenen in Nußdorf und Umgebung und insgesamt acht Feuerwehren aus Nußdorf, Traunstein, Traunreut, Wolkersdorf, Erlstätt, Grabenstätt, Matzing und Kammer rückten an, nachdem die Integrierte Leitstelle Traunstein von einem Chemieunfall und Austritt von Gefahrgut ausging. Tatsächlich hatten Mitarbeiter der Spedition das lecke Auffangbehältnis schon ins Freie und weit abseits von Gebäuden abgestellt. So konnte ein Großteil der alarmierten Kräfte nach kurzer Zeit wieder abrücken.

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Die verbleibenden Feuerwehren sorgten für das Umfüllen des auslaufenden 30-Kilogramm-Gebindes mit Kalziumhydroxyd in ein größeres Überfass. Kalziumhydroxyd ist eine ätzende, alkalische Flüssigkeit, besser bekannt als Löschkalk, die im Bauwesen zur Mörtelherstellung verwendet wird.

Vorsorglich wurden an der unmittelbaren Gefahrenstelle nur Feuerwehrhelfer in speziellen Chemieschutzanzügen mit Atemschutzgeräten eingesetzt, die für das Umfüllen und Sicherung des Gefahrgutes sorgten. Während der Bergungsaktion wurden die Zufahrten zum Gewerbegebiet Aiging gesperrt.

Neben den Feuerwehren mit rund 150 Einsatzkräften standen ein Notarzt, der Einsatzleiter Rettungsdienst und die Besatzung eines BRK-Rettungswagen bereit. Personen kamen jedoch nicht zu Schaden. Auch bestand keine Gefahr für die Umwelt. Gegen 21.30 Uhr war der Einsatz beendet, Polizei, Feuerwehr und die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung – eine Katastrophenschutzeinheit des Landkreises Traunstein – übergaben die Einsatzstelle wieder dem Speditionsinhaber. pv