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Ärger um parkende Lastwagen in Traunreut

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An der Adalbert-Stifter-Straße in Traunreut wird sich das Problem der parkenden Brummis in naher Zukunft von selbst erledigen. Im Zuge des Straßenausbaus werden dort sogenannte Fahrradschutzstreifen aufgebracht,  die  dann  ein Parken auf der Straße nicht mehr ermöglichen. (Foto: Rasch)

Traunreut – Parkende Lastwagen auf öffentlichen Straßen stellen nach Ansicht der Grünen im Traunreuter Stadtrat ein großes Ärgernis und eine Gefährdung für andere Verkehrsteilnehmer dar. Deshalb müsste dem Parken von Schwerlastern ab 7,5 Tonnen ein Riegel vorgeschoben werden. Ein Antrag der Grünen, das An- und Abliefern weiterhin zu erlauben, aber das Parken von Schwerlastfahrzeugen ab 7,5 Tonnen zu verbieten, wurde in der Hauptausschusssitzung aber mit großer Mehrheit abgelehnt. Der Grund: Sowohl die Polizei als auch die Untere Verkehrsbehörde am Landratsamt und die Stadtverwaltung räumen dem Vorschlag der Grünen keine Chance ein.


Nach Ansicht der Grünen sei es nicht Aufgabe der Stadt, für Gewerbebetriebe Stellplätze für Lastwagen und Busse auf öffentlichem Grund zur Verfügung zu stellen. Den Fahrern sei zuzumuten, dass sie »ihren Arbeitsplatz« nicht mehr direkt vor der Haustür abstellen können. Nur in den Gewerbegebieten außerhalb des Stadtkerns sollte das Parken für Schwerlastverkehr noch möglich sein. Die Grünen weisen auch darauf hin, dass in Traunstein und Trostberg bereits ein Großteil der Wohngebiete für Lastwagen tabu sei.

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In einer polizeilichen Stellungnahme heißt es, dass die von den Grünen geforderten Maßnahmen sich in der Praxis nur schwer umsetzen ließen. Es müsste in jedem Einzelfall nachgewiesen werden, dass ein dort parkender Lkw nicht Anlieger sei. »Wohnt etwa der Lkw-Fahrer in dieser Straße, so ist er dort auch Anlieger und darf sowohl durchfahren als auch parken.« Weiter weist die Polizei auf die Straßenverkehrsordnung hin, dass das Parken von Lkw über 7,5 Tonnen in reinen Wohngebieten zwischen 22 und 6 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen ohnehin verboten ist.

Wegen der klaren Aussagen der Behörden sah sich das Gremium gezwungen, den Antrag abzulehnen. Lediglich Gretl Gineiger plädierte dafür, ein Parkverbot zu verhängen. Verkehrsreferent Roger Gorzel (Bürgerliste) bezog sich auf die Aussage der Polizei, dass es schwer sei, einem Autofahrer, der nicht in der Straße wohnt, regelmäßiges Parken nachzuweisen. »Dann parkt er halt am nächsten Tag fünf Meter weiter.«

Dr. Michael Elsen (CSU) schlug vor, an den guten Willen der Brummifahrer zu appellieren und es mit einer Notiz zu versuchen. »Vielleicht bewirkt ein Zettel an der Windschutzscheibe was.« Verständnis für die Parker zeigte Andrea Haslwanter (CSU). »Ich würde auch den kürzesten Weg zu meiner Wohnung wählen.«

Am Beispiel der Adalbert-Stifter-Straße, in der sehr viele Lkws und Busse parken, erklärte Bürgermeister Klaus Ritter, dass sich dort das Problem in naher Zukunft von selbst erledigen werde. Durch den Ausbau der Straße werden dort sogenannte Fahrradschutzstreifen aufgebracht, die ein Parken auf der Straße dann ohnehin nicht mehr möglich machen. ga