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Ärger über Abfälle im Wald

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Grabenstätt. »Da geht es zu wie in einem Saustall oder sogar schlimmer«, echauffierte sich Gemeinderat Anton Mayrhofer (FWG) in der jüngsten Gemeinderatssitzung über die »Vermüllung« eines Waldstücks an der Sossauer Straße südlich des McDonald´s und des Tankzentrums Chiemsee mit Bistro. Anscheinend würden die Besucher beider Restaurants dort bei der Wegfahrt ihren Papier- und Plastikmüll einfach aus dem Autofenster werfen, mutmaßte Mayrhofer. Bürgermeister Georg Schützinger versprach, sich dem anzunehmen.


Zweiter Bürgermeister Robert Muggenhamer (Bürgergruppe) wollte wissen, ob das Bankett an der Innerlohener Straße in Erlstätt schon fertig sei. Die Tatsache, dass es fünf oder mehr Zentimeter steil abfalle, stelle eine erhebliche Gefahr für Radfahrer und Fußgänger dar. Zudem beklagte er sich darüber, dass die Schneestangen an der Innerlohener Straße bis zum Wald herausgerissen und teilweise sogar abgebrochen worden seien. Schützinger erwiderte, dass der Rad- und Fußweg an der Innerlohener Straße noch nicht fertig sei und reagierte mit Kopfschütteln auf den Vandalismus.

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Andreas Danzer (FWG) ärgerte sich darüber, dass die Straßenbeleuchtung am Geh- und Radweg zwischen Grabenstätt und Marwang seit Wochen zu wünschen übrig lasse. »Heute ist sogar keine einzige gegangen«, berichtete der Familienvater und forderte, dass die Straßenlaternen zumindest so lange brennen müssten, bis die Kinder in der Schule seien. Das Problem sei der Gemeindeverwaltung bekannt und man werde sich zeitnah darum kümmern, versprach der künftige Geschäftsleiter Peter Lex.

Eine ähnliche Problematik erkannte Gerhard Wirnshofer (BG) in Erlstätt. Seiner Meinung nach müsste der Zebrastreifen links und rechts am Straßenrand besser beleuchtet werden, damit die Autofahrer die Kinder früher erkennen können. Schützinger verwies auf die Möglichkeit, »Straßenlampen mit größerer Streuwirkung« zu verwenden. Rudi Aigner (CSU) erbat sich aktuelle Informationen zur »Hirschauer Bucht«. Zu seiner Freude sei der Müll komplett beseitigt worden, doch wünsche er sich, dass auch ein Teil des Schwemmholzes entnommen werde. Dieses steche einem derzeit beim extrem niedrigen Wasserstand des Chiemsees besonders ins Auge. Er hoffe nicht, dass das Ganze nach dem Runden Tisch des Wasserwirtschaftsamtes, bei dem laut Zeitungsbericht vielversprechende Möglichkeiten aufgezeigt worden seien, einschlafe.

»Das schläft nicht ein«, versicherte Schützinger und betonte, dass es sich um eine Pressemitteilung des Wasserwirtschaftsamtes gehandelt habe. Die mit allen Beteiligten geführten Gespräche bezeichnete er als »gute Grundlage«.

Aus nichtöffentlicher Sitzung wurde bekannt gegeben, dass die Planungsgruppe Straßer & Partner in Traunstein mit der Planung der Angliederung einer Krippengruppe an den gemeindlichen Kindergarten in Erlstätt beauftragt worden sei. Schützinger freute sich darüber, dass »wir zuletzt den Zuwendungsbescheid zur Krippe erhalten haben«. mmü