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Ärger mit den Parkautomaten im Weißachental

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Bergen – Für reichlich Diskussion sorgten in der jüngsten Gemeinderatssitzung in Bergen die Parkgebühren für die Parkplätze im Weißachental. Auf eine Erhöhung konnte sich das Gremium jedoch nicht einigen. Der Beschluss wurde vertagt, bis weitere Informationen vorliegen.


Zweiter Bürgermeister Stefan Schneider hatte eingangs dargelegt, dass die Ausgaben für die Parkplätze Jahr für Jahr nahezu doppelt so hoch seien, wie die Einnahmen. Denn die Gemeinde müsse von den Einnahmen die Verkehrsüberwachung bezahlen, habe die Räumpflicht, saniere die Straßen und habe den Parkscheinautomaten angeschafft, der immer wieder beschädigt werde und repariert werden müsse.

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Vor allem Letzteres verärgert viele Gemeinderäte. Der Parkautomat fällt in regelmäßigen Abständen aus, da der Geldeinwurf mit Kaugummis oder Streichhölzern verstopft wird. Kaum ein Parkender melde sich bei der Gemeinde, wenn der Automat mal wieder nicht geht.

Josef Gehmacher (CSU) sprach sich für kostenfreie Parkplätze in diesem Bereich aus. Thomas Rodler (CSU) regte an, eine Mautstraße einzuführen und Michael Utzmeier (CSU) plädierte dafür, den Parkautomaten am Beginn des Weißachentals aufzustellen.

Katharina Hallweger (Grüne) hingegen machte sich für eine verstärkte Verkehrsüberwachung stark. Diese Verkehrsüberwachung könnte nach Ansicht von Monika Mitterer (Grüne) auch gleich die Reparaturen des Parkautomaten übernehmen, so dass dieser schneller wieder einsatzbereit sei. Die Parkgebühren sollten unverändert bei zwei Euro bleiben, so Peter Hallweger (Grüne). Dafür soll verstärkt kontrolliert werden, ob der Parkautomat funktioniere. Sonja Brunner und Herbert Berger (beide ÜW) sowie Lorenz Knirsch (CSU) wünschten sich vom Kämmerer eine umfassende Kostenaufstellung.

Der Gemeinderat stellte den Antrag auf Erhöhung der Parkgebühren schließlich zurück und beauftragte Bürgermeister mit Verwaltung, mit der Verkehrsüberwachung zu reden, um die ständigen Parkgebühren-Ausfälle zu beheben. Zudem kündigte Schneider eine detaillierte Kostenaufstellung über Einnahmen und Ausgaben an, die Kämmerer Thomas Schlosser vorbereiten soll.

Einstimmig befürwortet wurde hingegen ein weiterer Tagesordnungspunkt: Die Gemeinde wird am Modellprojekt »Elektromobilität« teilnehmen und dafür je 6000 Euro für die Jahre 2015 und 2016 bereitstellen. Von diesem Geld werden für 3000 Euro ein elektrisches Fahrzeug angeschafft und auch die Ladesäulen bezahlt. Das restliche Geld kann individuell eingesetzt werden, hieß es.

Wie Bürgermeister Schneider informierte, wurde das Programm vom Amt für ländliche Entwicklung (ALE) Oberbayern aufgelegt. Es beteiligen sich bereits 17 Gemeinden daran. Es sollen Nutzungskonzepte erarbeitet werden, um mehr Elektromobilität im ländlichen Raum zu schaffen. Der Geschäftsführer des Ökomodells Achental, Wolfgang Wimmer, soll den Gemeinderat Bergen in nächster Zeit noch ausführlich über dieses Pilotprojekt informieren. OH